Niedrigwasser auf der Donau: "Lage wird kritisch"

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Foto: Juergen Zahrl Niedriger Wasserstand der Donau: Frachtkähne können nicht mehr voll beladen werden.

Kein Schmelzwasser und Niederschlag sorgen für Nervosität unter den Schiffskapitänen.

Die aktuellen Pegelstände der Donau machen die Schiffskapitäne nervös. Durch den niedrigen Wasserstand (Kienstock: 1,59 Meter) können die Frachtkähne nicht mehr voll beladen werden. Der Tiefststand vom extrem trockenen August 2003 (1,39 Meter) rückt bereits bedrohlich nahe. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob der Schiffsverkehr eingestellt werden muss.

Peter Labut, Chef des Hydrografischen Dienstes NÖ, spricht von einer ungewöhnlichen Situation: "Ich kann mich nicht erinnern, dass der Mittelwasserstand schon einmal mehr als 100 Tage unterschritten war."

Reguliert

Noch gibt Wolfram Mosser, Obmann des Fachverbands der heimischen Schifffahrtsunternehmen, Entwarnung: "Durch den regulierten Niedrigwasserstand der Donau können die Schiffe problemlos fahren." Reguliert heißt, dass Aufschüttungen am Ufer das vorhandene Wasser einengen, um den Pegel in der Schifffahrtsrinne zu erhöhen. "Die Schiffe können aber nicht mehr voll beladen werden", erklärt Mosser.

Momentan sieht die Prognose nicht gut aus. "Da kein Schmelzwasser und Niederschlag in Sicht sind, wird die Lage allmählich kritisch", erklärt Eva Michlits, Sprecherin der Schifffahrtsbehörde "viadonau".

(kurier) Erstellt am
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