Schwarz-Grün geht sich doch in Baden aus

Enge Entscheidung in Baden. © Bild: KURIER/Matthias Hofer

Durch nochmalige Auszählung wandert ein Mandat von der SPÖ zur ÖVP.

Lediglich fünf Stimmen dürften in Baden bei Wien den Ausschlag für eine Mandatsverschiebung gegeben haben. Das ergab die nochmalige Auszählung durch die Gemeindewahlbehörde. Ein Sitz wandert von der SPÖ noch zur ÖVP, die damit bei 16 hält – mit potenziell großen Folgen: Die nach dem vorläufigen Endergebnis verloren geglaubte schwarz-grüne Mehrheit geht sich jetzt doch aus. Die bisherige Koalition hätte jetzt 21 von 41 Mandaten.

Das SPÖ-Mandat war nach der vorläufigen Auszählung am Sonntag lediglich mit vier Stimmen abgesichert gewesen. Die neuerliche Zählung ergab am Dienstag fünf Stimmen mehr bei der ÖVP, eine weniger bei der SPÖ.

„Oft hört man Leute sagen, dass eine Stimme sowieso nichts ausrichten kann. Da ist das Gegenteil bewiesen“, meint ÖVP-Bürgermeister Kurt Staska. Er will trotz der neuen Entwicklung mit allen Parteien Gespräche führen. „Dabei bleibe ich. Es heißt ja nicht, dass man alles in einer Koalition machen muss. Wir werden versuchen, möglichst breite Mehrheiten zu bilden.“

Erstellt am 27.01.2015