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Niederösterreich
02/29/2016

Besitzerin schnitt Schaf die Kehle durch

Anstatt tierärztliche Hilfe zu holen schächtete Besitzerin Tier bei Bewusstsein.

von Pia Seiser

Ein grausames Video, das heute durch den Verein gegen Tierfabriken (VGT) an die Öffentlichkeit gekommen ist, sorgt für Aufsehen. Ein Tierfreund filmte eine tragische Szene im Bezirk Hollabrunn. Zu sehen ist ein am Boden liegendes zuckendes Schaf, dem von seiner Besitzerin die Kehle durchgeschnitten wird. "Das Schaf blutete bei vollem Bewusstsein aus", heißt vom VGT, "es dauerte minutenlang, bis es von seinen Qualen erlöst wurde und letztlich starb."

Erlösung von Qualen

Der Bezirkshauptmann von Hollabrunn, Stefan Grusch, kennt den Vorfall von Jänner. "Der Amtstierarzt wurde verständigt. Er hat das Schaf am Boden liegend vorgefunden", schildert Grusch, "das Tier war nicht mehr zu retten und er hat die Besitzerin gebeten das Tier von seinen Qualen zu erlösen." Die Vorgangsweise sei aber nicht korrekt gewesen. Das Schächten ohne Betäubung, also das Ausbluten von Tieren bei Bewusstsein, ist in Österreich verboten. Die Besitzerin musste sich vor Gericht verantworten. Mittlerweile sei das Verfahren mit einer Strafe abgeschlossen, so der Bezirkshauptmann. Über die Höhe der Strafe wollte Grusch keine Auskunft geben.

VGT-Mitarbeiterin Edith Sichtar zeigt sich von dem Vorfall empört: "Es ist unglaublich, dass Tierhalter zu solch brutalen Methoden greifen, anstatt den Tieren professionelle Hilfe zukommen zu lassen und sie würdevoll zu behandeln."

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