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Nach Politfiasko und zähem Wahlkampf: Heute wählt Neunkirchen

Heute wird in der amtierenden Landesnarrenhauptstadt der Gemeinderat gewählt. Gegen 17 Uhr soll es Ergebnisse geben.
Rathaus in Neunkirchen

In Neunkirchen wird am heutigen Sonntag ein neuer Gemeinderat gewählt. Mit ÖVP, SPÖ, FPÖ, den Grünen und „Wir für Neunkirchen“ gehen dabei fünf Listen ins Rennen. 

Begonnen hat das Chaos mit dem Ausschluss von Vizebürgermeister Marcus Berlosnig und sechs seiner Mandatare aus der Freiheitlichen Partei. Danach brachen in der Stadtpolitik die Dämme: SPÖ und Grüne hatten nach dem Zerwürfnis innerhalb der FPÖ und dem Rücktritt von ÖVP-Bürgermeisterin Klaudia Osztovics ihre Mandate niedergelegt und damit die Neuwahlen initiiert.

9.690 dürfen wählen

Laut Stadtgemeinde Neunkirchen gibt es 9.690 Wahlberechtigte und zwölf Sprengel. Die ersten Wahllokale öffneten um 7 Uhr, bis maximal 15 Uhr ist die Stimmabgabe in der Bezirksstadt möglich. Ein vorläufiges Endergebnis dürfte nicht vor 17 Uhr feststehen. 

Bei der Gemeinderatswahl im Jänner 2025 verbuchte die ÖVP 35,21 Prozent (minus 8,68 Prozentpunkte) für sich, die SPÖ kam auf 32,48 Prozent (plus 1,50 Prozentpunkte). Die FPÖ landete mit 23,16 Prozent (2020: 9,18 Prozent) auf Rang drei, die Grünen kamen auf 9,16 Prozent (2020: 14,13 Prozent).

Nach dem Rückzug der Abgeordneten von SPÖ und den Grünen im Vorjahr waren in Neunkirchen weniger als zwei Drittel der 37 Sitze im Gemeinderat besetzt, die Landesregierung hat in einem solchen Fall eine Neuwahl auszuschreiben. SPÖ (zwölf Abgeordnete) und Grüne (drei) begründeten ihren Schritt Ende 2025 mit politischen Unruhen und Veränderungen in der Bezirksstadt seit der Gemeinderatswahl im Jänner. 

Budget als Knackpunkt

Angeführt wurde „der Split innerhalb der FPÖ“ nach dem Beschluss von Einsparungen zur Budgetkonsolidierung im Oktober. Die Freiheitlichen waren nach dem Parteiausschluss von Vizebürgermeister Berlosnig und sechs weiteren Mandataren nur mehr mit zwei Abgeordneten vertreten. 

Weiters ins Treffen führte die SPÖ auch den Rücktritt von ÖVP-Bürgermeisterin Klaudia Osztovics und den Rückzug des designierten Ersatzkandidaten Wolfgang Kessler sowie ein „fragwürdiges Konsolidierungskonzept“. Zum Stadtchef wurde letztlich im Dezember 2025 Peter Teix (ÖVP) gewählt.

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