Die Bürger wehren sich gegen die Genehmigung für eine geplante Deponie

© /Privat

Markgrafneusiedl
01/23/2015

Neuer Anlauf für das umstrittene Projekt Marchfeldkogel

Ende vergangenen Jahres haben die Betreiber um eine Fortführung beim Land angesucht.

von Stefan Sailer

Ziemlich genau vor einem Jahr, am 29.1.2014, war die öffentliche Verhandlung zum Projekt Marchfeldkogel angesetzt. Gutachter, Landesbeamte, Presse und interessierte Bürger warteten gespannt auf die Einwände. Doch schon nach wenigen Minuten wurde die Verhandlung abgebrochen und vertagt. So mancher Gegner des Projekts dachte bereits an ein Ende des Vorhabens.

Ein Jahr lang ist das Projekt nun auf Eis gelegen. Jetzt wurde bekannt, dass die Betreibergesellschaft bereits Anfang November um eine Fortführung angesucht hat. Vier Unternehmen wollen am Rande der Gemeinde eine bis zu 40 Meter hohe Deponie für Erde und Baureste errichten. Die Fläche soll sich über 112 Hektar erstrecken.

Laut Landesbehörde müssen noch notwendige Unterlagen nachgereicht werden. Die Sachverständigen werden darauf basierend eine Vorprüfung durchführen und eine zweie öffentliche Verhandlung ansetzen. "Aus heutiger Sicht kann man mit einem Termin im Sommer rechnen", sagt Josef Muttenthaler, Leiter der Abteilung Umwelt-und Energierecht.

Zu hohe Risiken

Die Gegner des Projekts sind deshalb bereits wieder in Alarmbereitschaft. Der Marchfeldkogel bleibt ihnen ein Dorn im Auge. "Bisher hat man mir kein Argument nennen können, das den hohen Risiken entgegen hält. Zudem sind diese gar nicht abzuschätzen", stellt Kritiker Christian Bauer klar.

Gleichzeitig kritisiert Alfred Prenner die Kommunikationspolitik der Gemeinde. "Von Anfang an wurde versucht, alles unter der Decke zu halten." Über die Fortführung habe es ebenfalls keine Informationen gegeben.

Laut Bürgermeister Erwin Hrabal gab es bisher keine offizielle Mitteilung an die Gemeinde. "Auf Grund von Vermutungen trage ich nichts nach außen." Dem Projekt steht er positiv gegenüber. Der Marchfeldkogel sei ein Zukunftsprojekt. Damit könne man die zahlreichen Schottergruben schließen. Sollte das Projekt genehmigt werden, warnen die Gegner vor einer gefährlichen Feinstaubbelastung. Hrabal: "Ich verlasse mich da ganz auf die Vorgaben der Behörden."

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