Chronik | Niederösterreich
04.01.2018

Neue S-Bahnstrecke in Planung

Die Errichtung ist für Taktverdichtungen erforderlich.

Pendler kennen das Problem: Verspätungen, die in Wien auf der Stammstrecke der S-Bahn ausgelöst werden, setzen sich manchmal etwa bis nach Laa an der Thaya im Weinviertel fort. Daher soll eine zusätzliche Stammstrecke durch Wien kommen. "Die zwei vorhandenen sind einfach voll. Es muss evaluiert werden, wo ein neuer Verlauf möglich ist", sagt der nö. Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP).

Konkrete Planungsarbeiten haben bereits durch die Planungsgemeinschaft Ost (PGO) begonnen. Bis zum Frühjahr soll festgestellt werden, welche Strecke in Frage kommt. "Die vollständige Umsetzung dauert mindestens 20 Jahre, aber wir müssen das Projekt jetzt auf Schiene bringen, sonst haben wir in ein paar Jahren Probleme", sagt Wilfing.

Eine dritte Stammstrecke ist auch Voraussetzung für die Aufwertung der Laaer Ostbahn, die von Wien durch das Weinviertel führt. "Eine Taktverdichtung ist derzeit nur mit einer zusätzlichen Stammstrecke möglich. Außerdem handelt es sich um eine eingleisige Strecke", betont Wilfing.

Kreuzungsbahnhöfe

Daher ist zusätzlich ein Ausbau von Kreuzungsbahnhöfen erforderlich. "So könnten wir beispielsweise zwischen Hautzendorf und Ladendorf Kreuzungsbahnhöfe errichten, damit dort zwei Züge aneinander vorbeifahren können", sagt der Landesrat.

Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 100 Millionen Euro. Wilfings Ziel ist es, 2025 starten zu können. Zwischen Bund, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und den ÖBB wurde ein Vertrag zur infrastrukturellen Attraktivierung der Regionalbahnen – darunter die S2 – unterzeichnet.