Chronik | Niederösterreich
06.09.2018

Nach Betriebsunfall: Egger setzt Bachforellen in Mühlbach aus

Mehrere Tausend Fische wurden seit Juni durch den Getränkehersteller ausgesetzt.

Im Mai wurden bei einem Betriebsunfall bei Egger Getränke in St.Pölten-Unterradlberg Abwässer in den nahen Mühlbach geleitet, was ein Fischsterben auslöste. Nun wurde der Fischneubesatz durchgeführt. Bereits Anfang Juni seien mehrere Tausend Bach- und Regenbogenforellen ausgesetzt worden, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Am Dienstag wurden erneut mehr als tausend Bachforellen eingesetzt. Abschließende Besatzmaßnahmen sollen im Frühjahr 2019 vorgenommen werden.

Fischbestand

„Die Besatzmaßnahme trägt dazu bei, den gewässertypischen Fischbestand und das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen“, sagt Geschäftsführer Bernhard Prosser. Der Vorfall im Betrieb sei im Detail analysiert worden. Umfangreiche Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass es keine Wiederholung geben kann.

Konkret wurde der Ablauf der Wartungsarbeiten – diese hatten zum Betriebsunfall geführt – grundlegend verändert, die Mitarbeiter wurden außerdem speziell dafür ausgebildet. Und: Bauliche Maßnahmen, die im Bereich der Ammoniak-Kühlanlage durchgeführt wurden, sollen ähnlich gelagerte Vorfälle in Zukunft technisch unmöglich machen.

Zum Ammoniak-Austritt in der Produktion war es am 12. Mai wegen eines zu lange geöffneten Ventils an einem Kühlaggregat gekommen. Die Schadensaufnahme durch Experten wurde Anfang Juni beendet.