Chronik | Niederösterreich
19.11.2017

Musik als Brücke zur Region

13 Gemeinden bewerben sich mit dem Kloster um die Landesausstellung 2023.

Mindestens zwei Bewerber rittern um den Zuschlag für die repräsentative niederösterreichische Landesausstellung 2023 im Mostviertel.

Seit Kurzem steht fest, dass nicht nur die Region Amstetten, sondern auch das barocke Benediktinerstift Göttweig, Bezirk Krems, mit den umliegenden Gemeinden im Dunkelsteinerwald das Rennen um die Austragung machen will. Bei der Präsentation in den Räumen des prominenten Klosters wurde das zentrale Bewerbungsthema bildhaft anschaulich gemacht: Es gehe um ein regionales Zusammenspiel. Das gemeinsame Orchester sei bereits gebildet, die Instrumente seien gestimmt. 2023 wolle man miteinander ein großes Konzert aufführen.

Für Gudrun Berger, Sprecherin der neu gebildeten Arbeitsgemeinschaft und Bürgermeisterin von Furth bei Göttweig, eignet sich das Thema "Musik" bestens, um möglichst viele Menschen aktiv einzubinden. "Überall gibt es Kulturvereine. Wir haben eine Vielzahl professioneller Musiker und Komponisten. Und in der ganzen Region gibt es zahlreiche, attraktive Orte, an denen man Musik erlebbar machen kann", schildert Berger. Dazu zählen Kirchen und Burgen, Gasthäuser und Dorfplätze sowie Werks- und Fabrikshallen.

Raritäten

Allerdings soll das Stift Göttweig der Hauptaustragungsort der Landesausstellung werden. Einerseits, weil das klösterliche Musikarchiv mit zirka 5000 Handschriften und 2000 Drucken einen riesigen Schatz und klangvolle Raritäten aus dem 17. und 18. Jahrhundert beherbergt. Andererseits, weil man die erneuerten Räume – nach der aufwendigen und beinahe abgeschlossenen Dachsanierung um insgesamt 6,8 Millionen Euro – öffentlich zugänglich machen will. "Es gab ein klares Zeichen des Konvents. Seit rund 930 Jahren ist das Stift mit der Region verbunden. Jetzt geht es darum, noch stärker zusammenzurücken", sagt Wirtschaftsdirektor Gerhard Grabner.

Nebenschauplätze sollen alle 13 beteiligten Gemeinden sein, in denen ein dichtes Kulturprogramm geplant ist. Die nö. Landesschau will man als Erlebnis inszenieren, und die Region des Dunkelsteinerwaldes nachhaltig weiterentwickeln. "Wer diese Ausstellung wirklich gesehen haben möchte, der muss auch alle unsere Gemeinden besucht haben", sagt Berger.

2019 will die Arbeitsgemeinschaft ein chancenreiches Konzept abgeben. Bis dahin sollen in zahlreichen Workshops Inhalte und musikalische Schwerpunkte erarbeitet werden. "Wir würden uns sehr freuen, wenn wir das Rennen machen würden", sagt Abt Columban Luser.