Mit der Mure donnerten auch Bäume ins Tal

© Privat

Chronik Niederösterreich
09/30/2020

Mure neben Haus des Bezirkshauptmannes

Schutzwald der Burgruine Kirchschlag wurde nach gefährlichem Windwurf geschlägert. Es kam zu einem Hangrutsch.

Die Bewohner der Siedlung am Fuße des Schlossberges in Kirchschlag in der Buckligen Welt sind am Montag mit dem Schrecken davon gekommen. Darunter auch der Bezirkshauptmann von Wiener Neustadt, Markus Sauer und seine Familie. Im Zuge schwerer Regenfälle hat sich auf dem steil abfallenden Hang des Schlossberges eine Mure gelöst und ist in Richtung Wohngebiet gedonnert. Bis auf ein Nebengebäude sind die Häuser verschont geblieben. Es sind aber dringend Sanierungsarbeiten notwendig.

Die Bezirkshauptmannschaft hat der problematische Hangrücken bereits vor zwei Jahren beschäftigt. Ein Objekt-Schutzwald sollte die Steinschlag-Gefahr von der Burgruine minimieren. Doch einige zu hoch gewachsene Bäume fielen dem Windwurf zum Opfer und donnerten Richtung Siedlung. Daraufhin genehmigte die Forstabteilung der BH nach einer Überprüfung „notwendige Schlägerungen“. Im Zuge dieser Arbeiten musste auch eine Forststraße errichtet werden, die den problematischen Hang durchkreuzt.

Genau im Bereich dieser Straße hat sich im Zuge des massiven Regens ein Trichter gebildet. „An der talseitigen Böschung des Weges ist es daher zu der Rutschung gekommen“, erklärt der Bezirkshauptmann. Die Forstabteilung der BH hat den Schaden bereits begutachtet und Maßnahmen in Auftrag gegeben. Die für den Wegebau verantwortliche Firma muss die Hangrutschung schnellstmöglich sanieren.

Mit Piloten, die zur Sicherung in den Erdboden geschlagen werden, sollen weitere Murenabgänge verhindert werden. Eine Gefahr für die Siedlung bestehe derzeit nicht, meint Sauer. Nach frischen Schlägerungen sei es normal, dass der Waldboden sich erst wieder festigen müsse.

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