Waldviertel-Krimi Ernest Zederbauer

© JüRGEN ZAHRL/Jürgen Zahrl

Weitra
07/01/2013

Mord ist sein Hobby: Waldviertler als Krimiautor

Gelernter Spenglermeister brachte sein Erstlingswerk auf den Markt.

von Jürgen Zahrl

Viele kennen ihn als Nachtwächter, der die Gäste abends durch die Altstadt von Weitra, Bezirk Gmünd, führt. Einige wissen, dass Ernest Zederbauer Romane schreibt. Neu ist, dass auch Mord zu seinem Hobby gehört. Der 66-Jährige entpuppt sich als leidenschaftlicher Krimiautor, der gleich mit seinem ErstlingswerkMord an der Grenze“ – erschienen im Molden Verlag – Erfolge feiert. Sein Krimi ging bereits mehr als 700 Mal über den Ladentisch.

Sechs Jahre lang schlummerte das Manuskript in den Tiefen seiner Schublade, ehe er mit der Wahrheit herausrückte. Wahr ist: Zederbauer kann auch Krimis kurzweilig, spannend und stilsicher schreiben. Dass er eine rege Fantasie und literarische Kenntnisse besitzt, war schon seinem Deutschlehrer bekannt. „Er hat meine Aufsätze verschlungen. Deutsch und Geschichte waren immer meine Lieblingsfächer. Nur in Mathematik hatte ich eher schlechte Noten“, verrät der pensionierte Spengler.

Polizeiskandal

Ernest Zederbauer interessiert sich nicht nur für das Schreiben, sondern verfolgt auch laufend die aktuelle Nachrichtenlage. Daher kommen in „Mord an der Grenze“ zwei Themenblöcke vor, die beim Verfassen des Buchs im Jahr 2007 brisant waren. „Ich hab mir Gedanken zum Wiener Polizeiskandal und zur Flüchtlingsproblematik an der Grenze gemacht“, sagt Zederbauer. Innerhalb weniger Tage war sein Krimi fertig.

Der Inhalt: Es geht um einen Polizisten, der keine Lust auf einen langweiligen Dienst an der niederösterreichisch-tschechischen Staatsgrenze hat. Er meldet sich krank, geht in den Wald und „stolpert“ beim Schwammerl suchen über eine tote Frau. Die Situation gerät außer Kontrolle und der Polizist wird zum Gejagten.

„Bei meinen Personen beschäftige ich mich gerne mit der menschlichen Psychologie. Oft gibt es Probleme, vor denen man steht, ohne zu wissen, wie man sie bewältigen soll“, schildert der 66-Jährige. Heikle Szenen kommen auch in seinem zweiten Krimi vor, der demnächst erscheinen soll. Wenn dann noch Zeit bleibt, erzählt der Krimiautor als Nachtwächter spannende Geschichten.

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