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Chronik Niederösterreich
11/26/2019

Mödling: Das Projekt Eishalle ist endgültig vom Tisch

Jetzt soll neuer Standort für überdachten Eislaufplatz gefunden werden. Sanierung des Stadtbads steht ebenfalls an.

von Katharina Zach

Es ist Mödlings unendliche Geschichte: Die Diskussion um eine überdachte Eishalle in der Bezirkshauptstadt. Nun teilten Bürgermeister Hans Stefan Hintner (ÖVP) und dessen Vize, Finanzstadtrat Ferdinand Rubel (ÖVP), mit: Die Eishalle ist vom Tisch. Es habe seitens des Bundes keine verbindlichen Zusagen für die Finanzierung gegeben.

Eine neue Eisfläche könnte es in Mödling dennoch bald geben. Denn im Zusammenhang mit der Zukunft des Mödlinger Stadtbades ist die Frage des Eislaufplatzes eine essenzielle.

Das städtische Bad trage laut Hintner ein hohes Defizit mit, weswegen in den vergangenen Jahren ein neuer Betreiber gesucht wurde – allerdings vergebens. Niemand habe Investitionen tätigen wollen, berichtet Rubel. Nun will die Stadt selbst Geld für neue Technik und den Garderobentrakt in die Hand nehmen.

Klimawandel macht Überdachung notwendig

Doch erst muss eine Lösung für den Eislaufplatz her. Denn veraltete Technik und der Klimawandel machen den Betrieb am bisherigen Standort zu einer teuren Angelegenheit. Eine Sanierung wäre aus Sicht von Hintner und Rubel nicht sinnvoll, da keine Überdachung möglich ist.

Eine Option wäre jedoch ein neuer Platz unter einer Traglufthalle hinter der Jakob-Thoma-Schule. Damit hätten die Mödlinger Eissportvereine ein langfristiges neues Zuhause - noch dazu in der Nähe des Bahnhofs.

Die Kosten würden sich laut Hintner auf mehr als 2,5 Millionen Euro belaufen. Viel Geld, doch eine ähnliche Summe müsste für die Sanierung des bestehenden Platzes aufgewendet werden. Noch heuer könnte bei der Gemeinderatssitzung im Dezember ein Grundsatzbeschluss dazu gefasst werden.

SPÖ fordert Masterplan

Kritik kommt aber von der SPÖ: Sie fordert endlich einen Masterplan zur Sanierung des Stadtbades ein. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung haben die Roten einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Denn bis jetzt, so SPÖ-Vorsitzende Silvia Drechsler, sei bloß die Liste entsprechender Instandhaltungsmaßnhamen bekannt: „Es entsteht der Eindruck, dass ÖVP und Grüne erst nach der Wahl mit den tatsächlichen Kosten herausrücken wollen. Meine Sorge ist groß, dass das Bad zu Tode gespart werden soll.“

Laut Hintner sei für Sanierungsarbeiten bei der Technik und des Garderobentrakts mit knapp 600.000 Euro beziehungsweise 700.000 Euro zu rechnen. Der SPÖ fehlen jedoch Informationen zum Zustand der Räumlichkeiten der Gastronomie und der Beschaffenheit des Gebäudekomplexes des ehemaligen physikalischen Instituts. Kurz: Drechsler fehlt eine Zukunftsperspektive für das gesamte Bad.

Für Hintner und Rubel ist hingegen klar: Erst muss das Thema Eislaufplatz geklärt werden, dann kann es einen Masterplan geben.

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