Land lenkt ein: Mistelbacher Spital soll alle Abteilungen behalten
Das neue Weinviertel-Klinikum, in dem die Landeskliniken Korneuburg, Stockerau und Hollabrunn vereint werden sollen, beschäftigt nicht nur den Süden der Region. In Mistelbach ist die Sorge groß, dass das dort ansässige Landesklinikum seine Bedeutung als Schwerpunktkrankenhaus verlieren und die Versorgung in der Einzugsregion geschwächt werden könnte.
Deshalb hat die Interessengemeinschaft Pro Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach eine Petition gestartet, der sich bisher 7.300 Menschen angeschlossen haben. Knackpunkt dabei waren die Pläne des Landes, fünf Abteilungen sowie die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ins neue Weinviertel-Klinikum zu verlegen.
Nun lenkt ÖVP-Landesrat Anton Kasser jedoch ein: „Es bleiben alle Abteilungen erhalten, auch nach 2040“, erklärte er auf KURIER-Nachfrage.
IG ist skeptisch
Für die Interessensgemeinschaft ein „Teilerfolg“, wie Sprecher Alfred Weidlich sagt. „Wir haben Druck ausgeübt und uns nicht kleinreden lassen“, sagt er. Allerdings traut er Kassers Ansage nicht. „Das sind nur Lippenbekenntnisse.“
Die IG wird also weiterhin Unterschriften sammeln – und bei der Demonstration zur Neuverhandlung des Gesundheitsplans am Donnerstag in St. Pölten teilnehmen.
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