Mindestgebot 36 Millionen Euro: Martinek-Kaserne ist zu haben

Stadt Baden und Verteidigungsministerium bieten die seit vielen Jahren leerstehende Kaserne zum Verkauf an.
Die Martinek Kaserne in Baden

Das Areal der ehemaligen Martinek-Kaserne in Baden wird zum Verkauf angeboten. "Nach Jahren der Vorbereitung und Klärung sämtlicher bürokratischer Hürden", wie die Stadtgemeinde am Dienstag mitteilte. Der Mindestverkaufswert beträgt nach Angaben des Verteidigungsministeriums 36 Millionen Euro.

Der Weg bis zur Ausschreibung sei „äußerst komplex und von zahlreichen Abstimmungsterminen zwischen Bund, Stadt und weiteren Beteiligten geprägt“ gewesen, heißt es aus dem Rathaus. Der Schritt eröffne „bedeutendes Entwicklungspotenzial“. 

Neue Nutzung für Kasernenareal

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli (beide ÖVP) wollen das Areal einer neuen Nutzung zuführen. Der Weg sei frei für konkrete Entwicklungen. Tanner verwies auf „die enge und konstruktive Zusammenarbeit“ mit der Stadtgemeinde. Jeitler-Cincelli: "Die Martinek-Kaserne ist damit kein Ort der Vergangenheit mehr, sondern Nährboden für Ideen, für Visionen und für Zukunft.“

Denkbar sei etwa ein modernes Bildungszentrum, oder Flächen für Kreativwirtschaft, innovative Gesundheitslandschaften, Sport- und Bewegungsangebote oder eine „kluge Kombination mehrerer Nutzungen“. Entscheidend sei, „dass Leben einzieht“. Es gehe um "ein neues Stadtquartier". 

Die Martinek-Kaserne wurde im Jahr 2013 stillgelegt und seither bereits mehrmals zum Verkauf angeboten. Bislang hat sich allerdings kein Käufer für den denkmalgeschützten Gebäudekomplex gefunden. Im Vorjahr wurde zumindest ein Teil des riesigen Areals veräußert: 3,3 der insgesamt rund 40 Hektar gingen an die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB).

Die nunmehrige Ausschreibung erfolgt auf der Homepage des Verteidigungsministeriums (www.bmlv.gv.at) und auf Immobilien-Plattformen (www.willhaben.at, www.immoscout24.at, www.flatbee.at).

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