Chronik | Niederösterreich
27.11.2018

Minderjährige Flüchtlinge von Wachhund kontrolliert

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beziehen eine Unterkunft in Drasenhofen mit zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen.

In ein bereits bestehendes Quartier in Drasenhofen (Bezirk Mistelbach) ziehen derzeit „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit rechtskräftig negativem Asylbescheid“ und Personen ein, „die in anderen Unterkünften als notorische Unruhestifter aufgefallen sind“, erklärt Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ). Um „der Lage Herr zu werden“ würden bereits vor der Fertigstellung des Asyl-Maßnahmenplanes in Niederösterreich Initiativen gesetzt, die keinen Aufschub dulden.

Beschränkungen

Für die maximal 25 Bewohner gibt es Beschränkungen. So können die Jugendlichen nicht ein- und ausgehen, „wie es ihnen passt“. Grund und Dauer müssen bekannt gegeben werden. Es gibt auch Securitys mit Wachhund, sowie einen „Sicherheitszaun, damit nicht raus- und reingeklettert werden kann, wie man möchte“, heißt es weiter.

Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie kritisiert: „Die Diakonie kümmert sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Sie brauchen besondere Betreuung und Unterstützung. Hier werden sie weggesperrt, eingesperrt und alleine gelassen. Das ist ein Angriff auf Kindeswohl und Kinderrechte.“