Nach Kriegsende: NÖ plant Kooperation mit diesem Gebiet
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Maksym Kozytskyy, Governor der Regionalverwaltung Lwiw sowie dem Präsidenten der Industriellenvereinigung NÖ Kari Ochsner und Wolfgang Anzengruber, Koordinator für den Ukraine-Wiederaufbau, EFW-Präsident Michael Linhart.
Das Memorandum baut auf freundschaftlichen Beziehungen auf: Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Entwicklung, der Wiederaufbau sowie langfristige Perspektiven für beide Regionen.
Die Zusammenarbeit umfasst unter anderem die Vertiefung wirtschaftlicher Beziehungen und Innovationspartnerschaften sowie den Ausbau der Kooperationen in Bildung und Wissenschaft. Darüber hinaus sollen der Austausch im Bereich Energie und nachhaltiger Technologien intensiviert und gemeinsame Initiativen in den Bereichen Kultur, Gesundheit und humanitäre Zusammenarbeit vorangetrieben werden.
„Durch die Kooperation mit der Region Lwiw schaffen wir neue Perspektiven für unseren Standort, eröffnen Chancen für heimische Betriebe und stärken Niederösterreich als verlässlichen Partner in Europa“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Gerade in Zeiten großer Herausforderungen zeige sich, wie wichtig starke regionale Partnerschaften für Wirtschaft, Stabilität und Zukunftschancen seien.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Maksym Kozytskyy, Governor der Regionalverwaltung Lwiw.
Konkrete Projekte und Netzwerke als Ziel
Ziel der Partnerschaft ist die Umsetzung konkreter Projekte, der Aufbau neuer Netzwerke - und die Verknüpfung von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. Wolfgang Anzengruber, Koordinator für den Ukraine-Wiederaufbau im Außenministerium, betont: „Regionale Partnerschaften wie jene zwischen Niederösterreich und Lwiw sind entscheidend für den nachhaltigen Wiederaufbau der Ukraine und eröffnen neue Chancen für österreichische Unternehmen.“
Zusammenarbeit zwischen Regionen
„Die Partnerschaft zwischen dem Oblast Lemberg und Niederösterreich ist mehr als nur eine formelle Vereinbarung. Sie spiegelt gemeinsame europäische Werte, gegenseitiges Vertrauen und eine gemeinsame Vision für eine widerstandsfähige und innovative regionale Entwicklung wider", erklärt Maksym Kozytskyy, Governor der Regionalverwaltung Lwiw.
In einer Zeit, in der die Ukraine weiterhin ihre Freiheit und ihre Zukunft in Europa verteidige, gewinne eine solche Zusammenarbeit zwischen Regionen besondere Bedeutung. "Wir schätzen die Solidarität und Offenheit Niederösterreichs für den Aufbau einer langfristigen Zusammenarbeit in Bereichen, die unsere Gemeinschaften stärken und zum Wiederaufbau der Ukraine sowie zur europäischen Integration beitragen, sehr“, betonte Kozytskyy.
Ochsner: „Müssen jetzt schon über das Danach sprechen“
Der Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Kari Ochsner, resümiert: „Der Krieg in der Ukraine verursacht unermessliches Leid. Wir wissen nicht, wann der Krieg endet, aber wir müssen jetzt schon über das Danach sprechen. Denn dann wird es darauf ankommen, schnell und verlässlich zu handeln."
Österreich sei vor dem Krieg der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine gewesen, heimische Betriebe würden dort einen exzellenten Ruf genießen, vor allem in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Bahn und Green-Tech. Auf diese Expertise will die Ukraine beim Wiederaufbau zurückgreifen. "Dieses Memorandum of Understanding ist daher ein wichtiges Signal, denn es zeigt, dass Niederösterreich langfristig denkt und verlässlich ist. Denn am Ende geht es nicht nur um wirtschaftliche Chancen, sondern auch um unsere Verantwortung gegenüber einem Land, das für europäische Werte kämpft", sagte Ochsner.
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