Europa Forum Wachau im Zeichen weltweiter Krisen
Zum 30. Mal werden im Mai im Stift Göttweig die Teilnehmenden des Europa-Forums Wachau begrüßt.
„The Next 30“ lautet das Motto des heurigen Europa Forums Wachau. Sinngemäß will man im Rahmen dieses Dialogforums zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgern im Jahr 2026 bewusst nach vorne blicken, wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei der Präsentation ankündigte.
Die größte Neuerung zum 30-Jahr-Jubiläum ist die Verlängerung des Forums von drei auf fünf Tage. Bespielt werden zwischen 18. und 22. Mai neben dem Hauptveranstaltungsort im Stift Göttweig nun auch der Campus Krems und zur Eröffnung das Auditorium Grafenegg.
Hauptthema Sicherheit
Die Themen Sicherheit und Resilienz Europas ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Europa müsse erwachsen werden, sagt Mikl-Leitner, es müsse mit Krisen umgehen lernen und wehrfähig werden. Nach wie vor fehle eine klare Strategie Europas zum Ukraine-Krieg und auch zum Umgang mit den „ständigen Provokationen“ aus den USA unter Präsident Donald Trump.
Ein Thema für jeden Tag
Nach dem Eröffnungsabend am Europatag, dem 18. Mai, gibt es klare thematische Leitlinien für jeden Tag, die von Technologie über Wirtschaft bis zu Politik und,zum Abschluss, Europas globaler Rolle reichen werden. Um dem Anspruch des Wachauforums, einen Dialog auf Augenhöhe zu ermöglichen, gerecht zu werden, sind alle Bürger eingeladen, daran teilzunehmen: „Wir wollen weg vom Zuhören, hin zum Austausch“, wie es Forumspräsident Michael Linhart formuliert. Um das zu ermöglichen, wurden neue Tagesordnungspunkte eingeführt: An den Nachmittagen wird es in verschiedenen Heurigen im Bezirk Krems Gesprächs- und Diskursformate geben, etwa zu Energiesicherheit, Migration oder digitaler Souveränität.
Neuer Partner des Forums ist Rewe International, einer der größten Arbeitgeber Niederösterreichs. Teilnehmer des Wachauforums sind unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, die Minister Eva-Maria Holzleitner, Wolfgang Hattmannsdorfer, Claudia Bauer, Beate Meinl-Reisinger, Gerhard Karner, Klaudia Tanner (angefragt) und EU-Kommissar Magnus Brunner.
Unter den internationalen Gästen aus Politik, Diplomatie und Wirtschaft sind der Außenwirtschaftsminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Thani bin Ahmed Al Zeyoudi, sowie der ehemalige dänische Ministerpräsident und NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.
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