Melk: Gin-Produzent hilft in der Krise

Melk: Gin-Produzent hilft in der Krise
Fabian Sautner aus Melk hat aus der Not eine Tugend gemacht, seine „Tastedillery“ produziert Desinfektionsmittel.

Es war ausgerechnet im Tiroler Wintersportort und späteren Corona-Hotspot Ischgl, als Fabian Sautner vor ein paar Jahren eine Entscheidung für die Zukunft fällte. Der Barkeeper beschloss, eine Firma zu gründen, um Gin herzustellen.

Altes Gewölbe

Seinen Traum von der Selbstständigkeit erfüllte sich Sautner in Melk. Im ältesten Gewölbe der Stadt, unter dem ehemaligen Gasthaus „Zum Goldenen Stern“, fanden er und seine Freundin Tabea Bachinger Räumlichkeiten für seine Schaubrennerei.

Gründeragentur des Landes

„Zu Beginn wurde unsere Idee allerdings nicht ernst genommen“, erzählt der 24-Jährige. Deshalb wandte er sich an „riz up“, die Gründeragentur des Landes Niederösterreich. „Die haben dann viel für uns geschafft“, sagt Sautner.

Doch zum perfekten Start sollte es dennoch nicht kommen. Zwar hatte der Jung-Unternehmer schon eine eigene Gin-Marke wie den „Ischgl Gin“ mit Bergheu kreiert, aber das Coronavirus machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

"Produzieren auf Anfrage"

Doch Sautner machte aus der Not eine Tugend und produziert nicht nur Schnäpse, sondern auch Desinfektionsmittel. „Derzeit produzieren wir auf Anfrage“, erzählt er. Die Abnehmer kommen aber nicht nur aus dem privaten Bereich. So zählt zum Beispiel auch die Justizanstalt St. Pölten zu den Kunden Sautners.

Gastgarten

Wenn die Krise vorbei ist, will der 24-Jährige aber wieder als Gin-Produzent durchstarten. Zum Lokal gibt es auch einen Gastgarten, wo man aber nicht nur die hochprozentigen Getränke genießen kann. Denn Sautner bietet auch Säfte aus der Region an.

Melk: Gin-Produzent hilft in der Krise

Danninger gratulierte den Unternehmern

Landesrat Jochen Danninger zeigt sich vom Engagement des Paares jedenfalls begeistert. In einer Videokonferenz gratulierte er zur Geschäftsidee. „Ich finde es großartig, was sie hier auf die Beine gestellt haben. Es ist zudem beeindruckend, dass sie in der Krise mithelfen.“

Zu finden ist die „Tastedillery“ auf Facebook, eine Homepage soll bald folgen.

Kommentare