Letzte Hoffnung Norbert Darabos

Die Frühjahrssaison kann noch gespielt werden, dann droht den erfolgreichen Volleyballern aus Melk das Aus. Jetzt laufen die Verhandlungen für eine neue Halle. Die aktuelle Spielstätte ist zu niedrig.

Es ist ein Kampf gegen die Zeit. Noch immer gibt es keine Lösung für die prekäre Lage des Volleyballclubs „UVF Hagebau Schuberth Melk“. Wie berichtet, ist die Sporthalle mit 7,20 Metern nach den neuen Wettkampfbestimmungen zu niedrig, Meisterschaftsspiele der 1. Bundesliga müssen künftig in Hallen stattfinden, die eine Höhe von neun Meter vorweisen können.

Nachdem die Stadt Melk über den Bau einer neuen Spielstätte schon aus finanziellen Gründen nicht einmal nachdenken kann, hat Obmann Werner Simoner nur noch einen Trumpf in der Hand: das Bundesheer. Denn jetzt, wo der Ausbau der Kaserne der Melker Pioniere fix ist, steigt auch die Hoffnung der Volleyballer wieder.

Signale

„Wir würden uns einen Turnsaal wünschen, den die Soldaten und wir für unsere Partien benützen können“, sagt Simoner. Verteidigungsminister Norbert Darabos kennt die Problematik. Insider glauben aber, dass man den SPÖ-Minister für dieses Projekt erst begeistern müsste. Vor allem auch deshalb, weil in NÖ Stimmung gegen die Berufsheer–Pläne gemacht wird. „Die Erweiterung der Kaserne ist vorrangig dafür gedacht, das Plätz für das Gerät geschaffen wird“, richtet Stefan Hirsch, Sprecher des Ministers, aus.

Zumindest beim Land NÖ können die Volleyballer auf Unterstützung hoffen. Etwaige Mehrkosten könnten aus dem Sportbudget bezahlt werden.
Simoner hofft nun auf eine rasche Entscheidung. Die Frühjahrssaison kann zwar noch gespielt werden, doch bis zum Herbst muss dem Verband mitgeteilt werden, wie es weitergeht. Bis dahin sollte aber schon ein Projektplan in der Schublade liegen. „Es wäre für die vielen Mädchen eine Katastrophe, wenn sie nicht mehr spielen dürfen.“

( Kurier ) Erstellt am 21.12.2012