Chronik | Niederösterreich
22.12.2017

Lerntafel hilft sozialschwachen Kindern

Verein unterstützt sozial benachteiligte Kinder mit Gratis-Nachhilfe.

Seit Oktober gibt es die Hollabrunner Lerntafel. Ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von sozial benachteiligten Kindern. Konkret geht es Obmann Josef Widl und seinem Team um Gratis-Nachhilfe: "Wir haben bereits im Arbeitskreis für Integration bemerkt, dass der Bedarf an Nachhilfe für Kinder aus sozial schwachen Familien gegeben ist. Darum haben wir im August 2017 den Verein gegründet und sind seit Oktober für die Schüler da."

Bis Mitte Dezember fand der Unterricht im Pfarrzentrum in Hollabrunn statt. Über die Weihnachtsferien soll nun die neue Zentrale der Lerntafel fertig gestellt werden. "Wir haben ein Gebäude am Eugen-Markus-Platz angemietet und werden dort über die Feiertage bis in den Jänner alles so adaptieren, damit wir den Betrieb aufnehmen können", erklärt Widl, der sich vor allem für die Unterstützung bei der heimischen Wirtschaft bedanken will: "Wir haben gesehen, dass die Hollabrunner Wirtschaftstreibenden ein offenes Ohr für soziale Bedürfnisse haben und sind froh über die Hilfe die wir bekommen."

Lernhelfer gesucht

Aktuell betreut der Verein etwa 20 Kinder. Damit die Unterstützung ausgeweitet werden kann, braucht die Hollabrunner Lerntafel allerdings weiterhin ehrenamtliche Lernhelfer, so der Obmann: "Interessant ist das wohl vor allem für pensionierte Lehrer. Wir freuen uns aber über jeden, der den Verein und somit die Kinder unterstützen möchte." Das Ziel für die kommenden Jahre ist, das Betreuungsangebot soweit auszubauen, damit man etwa hundert Kindern helfen kann.

Für Elke Stifter, SP-Stadträtin und Mitglied des Lerntafel-Vorstandes, soll das Angebot in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut werden: "Sobald die Nachhilfe für die Kinder auf Schiene ist und alles funktioniert, wäre es für uns auch ein Anliegen, die Elternbetreuung miteinzubauen. So können wir nachhaltig auch die Eltern der betroffenen Kinder mit ins Boot holen."

Stifter geht es dabei vor allem um Kinder, die aus EU-Drittstaaten kommen. Denn: "Wir können den Kindern Nachhilfe in Deutsch geben, aber sie sollen das dann auch im familiären Umfeld zu hören bekommen."