83 Volksschüler überquerten bei geschlossenem Schranken  die Gleise.

© APA/HERBERT-PFARRHOFER

verwaltungsstrafverfahren
10/12/2016

Lehrerinnen und Eltern drohen bis zu 726 Euro Strafe

Gemeingefährdung: Schüler unter Schranken über Gleise gelotst.

von Ricardo Peyerl

Nach der Einstellung des Strafverfahrens um Gemeingefährdung gegen vier Lehrerinnen und sieben Elternteile kommt nun ein Verwaltungsstrafverfahren auf sie alle zu. Die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg muss von Amts wegen nach der Eisenbahnkreuzungsverordnung aktiv werden, wenn ein Bahnübergang trotz geschlossener Schranken überquert wird. Eltern und Lehrerinnen drohen jeweils bis 726 Euro Geldstrafe.

Ende Juni hatten die Lehrerinnen bei einem Schulausflug auf die Burg Kreuzenstein in Leobendorf, NÖ, 83 Schüler eine Döblinger Volksschule über die Gleise gelotst, obwohl die Bahnschranken bereits geschlossen worden waren. Zeugen informierten die Polizei.

Der Wiener Stadtschulrat sprach über die vier Lehrerinnen eine Entlassung aus und ersetzte sie in der Schule durch Kolleginnen. Die Lehrerinnen bekämpfen die Entlassungen beim Arbeitsgericht. Dort fand am Mittwoch die erste Verhandlung statt. Der (von Anwalt Wolfgang Heufler vertretene) Stadtschulrat bietet drei Lehrerinnen eine (für sie auch finanziell günstigere) einvernehmliche Lösung des Dienstvertrages statt der Entlassung an. Die vierte Lehrerin wird für die "Rädelsführerin" gehalten, bei ihr will man die Entlassung vor Gericht durchkämpfen. Es wurde vertagt.

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