VP-Klubobmann Klaus Schneeberger und Neustadts Vizebürgermeister Christian Stocker wollen einen FH-Standort in der Karmeliterkirche

© /Sascha Trimmel

Fachhochschule
08/24/2014

Land will Audimax im Kirchenschiff

Schneeberger präsentiert Pläne für Innenstadt-Standort – heftige Bürgermeisterkritik am Vorgehen.

von Peter Gruber

Wiener Neustadt eine pulsierende Studentenstadt? Die Theorie von Niederösterreichs VP-Klubobmann Klaus Schneeberger für seine Heimat klingt gut: Ein Innenstadtstandort der Neustädter Fachhochschule in der Karmeliterkirche. "Die FH hat Kapazitätsprobleme. Ein Standort im Zentrum würde außerdem Leben und Frequenz in die Innenstadt bringen – die Karmeliterkirche liegt nur wenige Gehminuten vom Hauptplatz entfernt. Das Land hat sie mit der Übernahme des Wiener Neustädter Spitals erworben.

Mit Gerhard Tretzmüller vom Amt der NÖ Landesregierung und VP-Vizebürgermeister Christian Stocker stellte Schneeberger am Samstag eine Machbarkeitsstudie vor: Elf Millionen Euro sollen Sanierung, Um- und Zubau der Karmeliterkirche kosten. 2015 könnten die Ausschreibungen beginnen, ab 2016 der Bau und im September 2017 könnten schon rund 550 Studenten dort lernen. Im ehemaligen Kirchenschiff sehen Schneeberger und Co schon ein Audimax.

Neubau teurer

"Wenn die Wiener Neustädter FH ihren Stellenwert wahren will muss sie bis 2020 Plätze für 3.600 Studenten bieten können", erklärt Schneeberger. Schon jetzt platzt sie mit knapp 2.700 aber aus allen Nähten. Durch die Lage an der Peripherie ist sie in der Stadt nicht spürbar. Aber wer soll das bezahlen? Das Land würde ein Drittel übernehmen. Für den Rest müsste die Stadt aufkommen. "Das ist mit einer langfristigen Finanzierung auch in der angespannten finanziellen Lage machbar", meint VP-Stadtvize Stocker. Ein Neubau, um die Kapazitäten zu schaffen würde laut Tretzmüller "20 Prozent mehr kosten".

SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller billigt der Idee grundsätzlich "Charme" zu. "Wir waren uns ja auch einig, dass wir die Studenten in die Stadt holen wollen. Er kritisiert das Vorgehen aber heftig: "Das ist typisch für Schneeberger. Es gehören Konzepte vorgelegt und diskutiert, nicht zuerst der Öffentlichkeit präsentiert." Ein Schreiben, in dem ihm die Pläne angekündigt worden seien, habe er nicht erhalten. Zeit für Diskussionen habe es genug gegeben. "Schließlich hat das Land die Kirche seit der Übernahme sechs Jahre leer stehen lassen", sagt Müller.

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