© BRANDNER Schiffahrt GmbH

Chronik Niederösterreich Krems
03/23/2021

Wachau: Hoffen auf das Comeback der Fluss-Riesen

Noch dürfen die Kreuzer keine Passagiere transportieren, dennoch wird auf die neue Saison hingearbeitet. In Melk entsteht ein neuer Hafen.

von Johannes Weichhart

 

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Wenn Barbara Brandner auf die Wettervorhersage blickt, dann weiß sie, dass bald wieder Anfragen einlangen werden. „Mit der Sonne und den warmen Temperaturen steigt auch das Interesse an der Linienschifffahrt auf der Donau“, weiß Brandner, Geschäftsführerin und Eigentümerin der „Brandner Schifffahrt“.

Vorbereitungsarbeiten

Doch derzeit ruht das Business, die Corona-Pandemie hat den geplanten Saisonstart am 3. April ins Wasser fallen lassen. Nun hofft man auf den 1. Mai. „Auf diesen Tag konzentrieren sich unsere Vorbereitungsarbeiten. Klar ist, dass wir nicht einfach kurzfristig starten können, wir brauchen eine Vorlaufzeit“, sagt die Unternehmerin.

Die Schifffahrt auf der Donau zählt mittlerweile zu den wichtigsten Tourismuszweigen in Niederösterreich. Allein im Jahr 2016 fuhren 380.000 Kreuzfahrttouristen durch die gesamte Donauregion. 260 Kilometer ist der Donauabschnitt in Niederösterreich lang, die Besucher reizt vor allem die prächtige Kulisse und das Kulturangebot an Land.

Das Land Niederösterreich sieht in der Passagierschifffahrt jedenfalls noch enormes Entwicklungspotenzial. Vor allem der Tagesschifffahrtstourimus könnte noch weiter wachsen, mit neuen Projekten will man auf dem Ansturm in den Zeiten nach Corona gewachsen sein.

Flaniermeile

Das größte Vorhaben wird derzeit in Melk umgesetzt, wo am „Hafenspitz“ ein neues Schifffahrtszentrum entsteht. Neben neuen Anlegestellen werden ein Ticketzentrum, Waldspielplatz, Campingplatz, Brunnen, eine Flaniermeile und Radwege errichtet. Investitionsvolumen: Fünf Millionen Euro, die Hälfte davon zahlt das Land. „Alle Baumaßnahmen sollen bis April 2022 abgeschlossen sein“, berichtet Bürgermeister Patrick Strobl (ÖVP).

Landesrat Jochen Danninger will Niederösterreich jedenfalls „bestmöglich auf das Comeback der Tourismuswirtschaft vorbereitet“ wissen. „Deshalb investieren wir in die Infrastruktur“, sagt Danninger. Dass dabei ausgerechnet Melk unterstützt wird, liegt auf der Hand. Jährlich kommen an den Donaustationen in Melk zirka 450.000 internationale Flusskreuzfahrtgäste und zahlreiche Gäste der Linien- und Ausflugsschiffe an. Ab 2022 erwartet die Gäste ein neuer „Empfangsbereich“.

Anlegestelle

Bisher legten die internationalen Flusskreuzfahrtsschiffe am Hafenspitz an, während die Linien- und Ausflugsschiffe den hinteren Bereich des Altarmes am gegenüberliegenden Ufer ansteuerten. Dort gestaltete sich die Zufahrts- und Parksituation allerdings immer problematischer.

„Daher errichten wir am Hauptstrom der Donau einen Doppelponton, also eine schwimmende Schiffsanlegestelle, für die Linienschifffahrt und im Altarm eine neue Lände für Kabinenschiffe. „Durch die Verlegung der Linienschiffe aus dem Altarm kommt es dort zu einer spürbaren Beruhigung und die schwierige Verkehrssituation in der Pionierstraße wird gelöst“, sagt Danninger.

Die neue Schiffsanlegestelle wird in einer rund sechsmonatigen Bauzeit in einer Werft gefertigt und soll im Herbst 2021 geliefert werden. Die Arbeiten rund um die Anlegestellen, wie Fundamente, etc. sollen ab September durchgeführt werden.

Dadurch soll die Saison 2021, in der das große Comeback der Fluss-Riesen stattfinden soll, nicht durch Baustellen gestört werden. Jetzt warten alle nur noch auf das Startsignal.

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