Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Krems: Facebook-Kritik an Grüner Zone

1800 Bürger haben sich der Gruppe "Parkproblem Krems" angeschlossen. Sie fordert wieder Gratisparkplätze in der City.

Die Kritik an der erweiterten Parkgebühren-Pflicht in Krems will nicht verstummen. Im sozialen Online-Netzwerk Facebook haben sich Hunderte Bürger und Autofahrer zusammengeschlossen, um mit dieser Art der Kommunikation gegen die im vergangenen März eingeführte "Grüne Zone" zu protestieren. Die Gruppe "Parkproblem Krems" zählt bereits 1800 Anhänger, die sich für Gratis- anstatt der kostenpflichtigen Dauerparkplätze einsetzen.

Wie berichtet, bringt die neue grüne Zone, die von der Wiener Straße bis Krems-Stein gilt und in der zwei Euro für acht Stunden zu bezahlen sind, verschiedene Effekte. Die Bewohner der Zone freuen sich, jetzt endlich wieder einen Parkplatz vor ihrem Haus zu finden. Doch viele Autofahrer kommen mit der Gebührenpflicht nicht zu recht. Diese Aufregung spiegelt sich auch im Online-Netzwerk wider.

"Einst war Krems die lebenswerteste Stadt Österreichs, jetzt ärgern sich nicht nur Bewohner über die Parkgebühren. Speziell die Angestellten in der blauen und grünen Zone klagen über die Neuerung", ist im Internet zu lesen. Und: "Ich fahre jetzt lieber nach St. Pölten oder Wien einkaufen. Früher war ich sehr oft in Krems", schreibt eine junge Mutter. Die Initiatoren der Facebook-Gruppe versuchen über die Plattform, möglichst viele Anhänger und Meinungen über die grüne und blaue Zone zu bekommen. "Das gesammelte Werk wollen wir Bürgermeisterin Inge Rinke übergeben", heißt es.

Keine Reaktion

Das Magistrat Krems nimmt diese Web-Initiativen gegen die Grüne Zone nicht allzu ernst. "Da wir prinzipiell auf keinen fremden Facebook-Seiten schreiben, reagieren wir auch nicht auf die Kommentare dieser Seite. Es gibt viele andere Kanäle, über die Anliegen und Anregungen an uns herangetragen werden können, die unsere Mitarbeiter stets behandeln", erklärt eine Sprecherin des Magistrats.