Knappes „Ja“ zu Gemeindezentrum in Sigmundsherberg
So soll das neue Gemeindezentrum samt Wohnbau aussehen.
Mit gerade einmal 15 Stimmen ist die Volksbefragung zum Bau des neuen Gemeindezentrums in Sigmundsherberg (Bezirk Horn) zugunsten des Projekts ausgegangen. 50,7 Prozent (515 Stimmen) der Befragten sprachen sich am Sonntag für den Bau des Zentrums aus, 500 (49,3 Prozent) stimmten dagegen.
Auch wenn die Entscheidung hauchdünn ausfiel, sieht Bürgermeister Franz Göd (ÖVP) das Ergebnis der Volksbefragung als Auftrag, das viel diskutierte Gemeindezentrum bauen zu lassen. Der Startschuss soll rasch erfolgen.
Dass Sigmundsherberg ein neues Gemeindezentrum braucht, darüber herrschte parteiübergreifend Einigkeit. Weniger aber bei der Frage, wie und wo das Gebäude errichtet werden soll. Die Opposition aus FPÖ und SPÖ hatte andere Vorstellungen als die ÖVP.
Kritisiert wurde vor allem der Standort und die angedachte Dimension, die Thomas Wanitschek (FPÖ) für völlig überzogen hält. In dem neuen Gemeindezentrum soll neben den Amtsräumen auch ein Wirtshaus, eine Bücherei, ein Nahversorger und ein Veranstaltungssaal für 200 Personen Platz haben. Zusätzlich will die Siedlungsgenossenschaft WAV 14 Wohnungen errichten. Die errechneten Kosten von sechs Millionen Euro für das Projekt wurden zum Zankapfel.
73 Prozent Wahlbeteiligung
Der Plan sieht vor, dass, sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind, die Gemeinde den Großteil des Gebäudes von der Genossenschaft zurückkauft. Die Wohnungen bleiben im Eigentum der WAV.
Die Wahlbeteiligung bei der Volksbefragung lag bei 73 Prozent. Schon kommende Woche will der Ortschef die Gespräche mit der WAV starten.
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