Das Auto von BI-Chef Dieter Maurer wurde zerkratzt

© privat

Klosterneuburg
11/28/2013

Vor der Volksbefragung: Plakate beschmiert, Auto zerkratzt

Scharfe Worte und Vandalismus als Mittel der politischen Auseinandersetzung.

von Martin Bernert

Beschmierte Plakate, geöffnete Postsendungen, ein zerkratztes Auto und wechselseitige Schuldzuweisungen: Kurz vor der Doppel-Volksbefragung am Sonntag liegen die Nerven bei Befürwortern und Gegnern der zur Abstimmung stehenden Raumordnungsprojekte blank.

Rund 50 beschmierte sowie einige beschädigte bzw. gestohlene Plakate der VP-nahen Initiative „Ja zu Klosterneuburg“ meldet ÖVP-Sprecher Markus Presle. Parteichef und Vizebürgermeister Richard Raz macht dafür „Projektgegner“ direkt verantwortlich: „Weil sie der Lüge überführt wurden, beschmieren sie Plakate, demolieren fremdes Eigentum, und stehlen Plakatständer.“

Auch hinter einem versuchten tätlichen Angriff auf Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager ortet Raz die „Aktivisten“. Der besagte Vorfall – ein stadtbekannte Querulant hatte bei einer Info-Veranstaltung zum Golfplatz erfolglos versucht, Schmuckenschlager zu ohrfeigen – ereignete sich allerdings Monate vor der Gründung der Bürgerinitiative „Wertvolles Bewahren für Morgen“. Deren Sprecher Dieter Maurer, versichert, den gewaltbereiten Klosterneuburger nicht zu kennen.

Die Aussage von Richard Raz empört Maurer: „Der Vize stellt uns in ein kriminelles Eck und ebnet damit den Weg für Vergeltungsaktionen.“ Was er damit meint: In der Nacht auf Mittwoch haben Unbekannte das in Weidling geparkte Auto seiner Ehefrau zerkratzt. Maurer hat Anzeige erstattet und hofft, dass die Täter ausgeforscht werden: „Ein Nachbar, der genau hinter unserem Auto parkte, hat in seinem Wagen eine Kamera installiert. Wir werden die Bilder auswerten.“

Briefgeheimnis

Auch eine Verletzung des Postgeheimnisses stellt Maurer in den Raum: „Wir haben am Nachmittag des 18. November eine kuvertierte Aussendung bei der Post aufgegeben. Am selben Abend, noch bevor die Sendung zugestellt sein konnte, nahm Bürgermeister Schmuckenschlager in einem eMail an einen unserer Mitstreiter konkret auf diese Aussendung Bezug.“

Schmuckenschlager sagt auf Anfrage des KURIER, er habe die Aussendung von Dritten („nicht von der Post“)erhalten und in einem persönlichen, nicht öffentlichen eMail Stellung genommen.

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