Chronik | Niederösterreich
22.05.2018

Klosterneuburg: Hundebesitzer können Wiese für zehn Euro buchen

Stundenweises Spielen ist möglich. Die Auslaufzone bietet jedoch keinen Ersatz für eine öffentliche Hundezone.

2000 Hunde leben in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) – eine durchschnittlich große Gemeinde in Österreich hat ebenso viele Einwohner. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) nennt die Stadtgemeinde deshalb auch „Hundehauptstadt Niederösterreichs“. Trotzdem gibt es derzeit nur eine offizielle Hundezone und die ist nicht eingezäunt. Die Tierhilfe Klosterneuburg bietet nun auf der Pionierinsel eine 1300 Quadratmeter große Fläche stundenweise zum Mieten an.

Mindestens zehn Euro

„Gegen eine Mindestspende von zehn Euro pro Stunde können Menschen diesen Platz buchen, um dort privat mit ihren Hunden zu spielen oder zu arbeiten. Auch professionelle Hundetrainer können den Platz mieten“, erklärt Martina Enzmann, Mitinitiatorin der Tierhilfe und Stadträtin (Grüne). Die Buchungen laufen laut Enzmann bisher sehr gut. „Es gibt viele private Interessenten, die ihren Hund auch einfach mal innerhalb der abgetrennten Fläche laufen lassen wollen, ohne Angst zu haben, dass er wegläuft, angefallen wird oder er jemanden anfällt“, fährt sie fort. Das Konfliktthema zwischen Hundebesitzern, Radfahrern und Spaziergängern ist in Klosterneuburg schließlich allgegenwärtig. „Mit den Konflikten auf der Pionierinsel haben wir aber nichts zu tun, weil es keine öffentliche Hundezone ist,“, sagt Enzmann.

Seit Jahren wird in Klosterneuburg eine geeignete, große Zone für Hunde gesucht, die eingezäunt werden kann. „Die Notwendigkeit, etwas zu schaffen, ist ganz groß. Wir können nur hoffen, dass wir in absehbarer Zeit noch etwas errichten können“, sagt Enzmann.

Auch bei der neuen Zone auf der Pionierinsel müsse geschaut werden, wie es weitergeht, wenn mit dem Bau des geplanten neuen Stadtteils am Areal der ehemaligen Magdeburg-Kaserne begonnen wird.