(Symbolbild)

© dapd

Chronik Niederösterreich
09/12/2012

Kleinkind von Schulbus mitgeschleift

Im Bezirk Melk wurde ein Mädchen von einem Fahrzeug mitgeschleift. Das Mädchen hatte Glück im Unglück.

von Johannes Weichhart

Sie hat einen Schutzengel gehabt." Darüber sind sich Polizisten und Rettungskräfte einig, die Dienstagmittag zu einem Unfall nach Persenbeug im Bezirk Melk gerufen wurden.

Was war passiert? Eine dreifache Mutter holte zwei ihrer Kinder vom Schulbus ab, der vor dem Haus der Familie stoppte. Die 20 Monate alte Katja befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Küche. Das behinderte Mädchen krabbelte in diesem unbeobachteten  Moment ins Freie und näherte sich dem Bus. Die Mutter, die sich mit der Chauffeurin unterhielt, bemerkte von alledem nichts.

Als der Bus schließlich losfuhr, hörten die beiden Frauen plötzlich einen gellenden Schrei. Es war die kleine Katja, die von dem Fahrzeug mitgeschleift wurde. Die Mutter schnappte sich sofort ihr Kind, stellte aber zuerst keine Verletzungen fest. Sie ging ins Haus zurück, der Bus fuhr weg.

Erst nach einiger Zeit bemerkte die Frau, dass Katja bei dem Vorfall Hautabschürfungen erlitten hatte und alarmierte sofort die Rettung. Katja wurde nach der Erstversorgung an die Besatzung des Notarzthubschraubers "Christophorus 15" übergeben und nach Linz ins Spital geflogen. Dort stellte sich heraus, dass Katja auch Rippenbrüche erlitten hatte. "Lebensgefahr besteht zum Glück nicht", sagte ein Beamter der Polizeiinspektion Persenbeug im Gespräch mit dem KURIER.

Wie lange das verletzte Mädchen noch im Krankenhaus bleiben muss, ist ungewiss. Die Mutter muss allerdings mit einer Anzeige rechnen. Die Ermittlungen der Polizei sind aber noch nicht abgeschlossen.

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