Klare Mehrheit für Windpark

Windkraft…
Foto: /Thomas Lenger Bevölkerung sprach sie für Windpark aus

56,65 Prozent für die Errichtung von 13 Anlagen / Gegner machen weiter

Nach einer deutlichen Mehrheit für Windkraft in Trumau im Bezirk Baden haben sich am Sonntag auch die Bewohner in der großen Nachbargemeinde Ebreichsdorf für den Ausbau von Öko-Energie entschieden. Knapp 57 Prozent stimmten in einer Volksbefragung für die Errichtung von insgesamt 13 Großwindrädern in ihrer Region ab. Während Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) über das Ergebnis jubelt, sind die Windkraftkritiker bitter enttäuscht.

Proteste

Wie berichtet, machen die Mitglieder der Bürgerinitiative "Pro-Lebensraum Ebreichsdorf" insbesondere wegen gesundheitlicher Bedenken und mangelnder Erfahrungswerte gegen die geplanten Windanlagen mobil. "Wenn das dafür vorgesehene Gebiet einmal umgewidmet ist, werden nicht nur 13 Windräder, sondern später noch weitere hinzukommen", befürchtet Christian Lenz, Sprecher der Bürgerinitiative, der sich auf verlässliche Quellen beruft.

Trotzdem fiel das Ergebnis am Sonntagnachmittag klar aus. Exakt 56,65 Prozent der wahlberechtigten Bürger entschieden sich für den geplanten Windpark. Das sind genau 2455 Pro-Stimmen. Insgesamt 1884 Bewohner lehnten das Ökostrom-Projekt ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,08 Prozent.

"Wir freuen uns über das klare Ja und sind stolz auf dieses Ergebnis. Es ist ein deutliches Signal. Und die hohe Wahlbeteiligung ist aussagekräftig", betont Bürgermeister Wolfgang Kocevar, der für das geplante Windkraft-Projekt gekämpft hat. Nun stehe dem Ausbau in der Region nichts mehr im Wege.

Christian Lenz, Sprecher der Bürgerinitiative, ist nicht erfreut. "Die Zeit war einfach zu kurz. Wir konnten unsere Botschaften in den wenigen Wochen nicht ausreichend an die Bürger weitergeben", erklärt Lenz, der die Gründe für die Niederlage sucht. Für ihn sei die Wahlbeteiligung niedrig ausgefallen. "Wegen des verlängerten Wochenendes haben bestimmt viele auf die Wahlkarte vergessen", sagt Lenz. Seine Initiative will "am Ball bleiben" und weiterhin "Aufklärungsarbeit" betreiben.

(kurier) Erstellt am
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