Junge Brandstifter gefasst

Freiwillige Feuerwehr, Feuerwehrauto
Foto: Claudia Koglbauer

Ein 14- und 15-Jähriger sollen eine Jagdhütte abgefackelt haben. Ob sie weitere Brände gelegt haben, wird noch geklärt.

Zwei junge Brandstifter gingen der Polizei in Ebreichsdorf, Bezirk Baden, ins Netz. In der Nacht zum Samstag wurden zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren ertappt, als sie bei einer Jagdhütte am Stadtrand Feuer legten. Der ehemalige Bauwagen, der als beliebter Treffpunkt der örtlichen Jägerschaft diente, brannte vollständig aus. Ob die Jugendlichen für drei weitere ungeklärte Brandanschläge in Ebreichsdorf in Frage kommen, müssen die Erhebungen klären.

"Es ist nicht völlig ausgeschlossen", sagt ein Ermittler. Der 14- und der 15-Jährige sollen jedenfalls geständig sein, die Jagdhütte abgefackelt zu haben. Brandermittler der Polizei waren Samstagnachmittag mit Diensthunden in Ebreichsdorf unterwegs, um mehrere Spuren zu sichern und mögliche Parallelen zu den anderen Fällen zu finden. Denn nach wie vor ist unklar, wer Ende Dezember und Anfang Jänner eine Holzbrücke, einen Pkw und mehrere Strohballen in Brand gesteckt hat. Samstagabend waren die Vernehmungen der beiden Jugendlichen durch die Polizei noch im Gange.

Fahndung

Unterdessen ist es rund um den gefährlichen Serienbrandstifter in Wiener Neustadt ruhig geworden. Seit etwa zwei Wochen hat er nicht mehr zugeschlagen. Wie berichtet, geht in der WBO-Siedlung die Angst um, weil der unbekannte Brandstifter schon acht Mal in und um die Wohnbauten Feuer gelegt hat. Die nö. Brandsachverständigen ermitteln – genauso wie im Fall des Wiener Neustädter Doms, dessen Seitenkapelle Dienstagabend in Flammen stand. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt wurde. Wer dahinter steckt, ist noch unklar. Fest steht, dass das Gotteshaus für die 100.000 Euro teure Sanierung wohl vier Monate gesperrt bleiben muss.

(kurier) Erstellt am
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