Jugendlicher im Bezirk Hollabrunn vermisst

Trotz großer Suchaktion gibt es keine Hinweise auf den vermissten HTL-Schüler. Der Bursch scheint wie vom Erdboden verschluckt.

36 Stunden nach dem Beginn der Suchaktion nach dem 17-jährigen Florian Panholzer musste diese Montag bei Einbruch der Dämmerung wieder abgebrochen werden. Erfolglos. Der Bursch scheint wie vom Erdboden verschluckt. Und mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung, Florian doch noch gesund und munter zu finden. Das ist nicht nur eine enorme Belastung für die Mutter und den Bruder des Vermissten. Der schwindende Optimismus ist auch eine schwere Last für die vielen Einsatzkräfte und Freiwilligen, die sich bei der Suche engagieren.

Kurze Verschnaufpause bis zur nächsten Runde in der Gegend: Am Montag waren neuerlich 200 Freiwillige und 40 Hunde im Einsatz
Vermissten-Fall Florian Panholzer, Suche wurde am Montag fortgesetzt © Bild: Stefan Straka

Wie am Sonntag hat auch Montagfrüh eine Hundertschaft, bestehend aus Feuerwehrleuten, Hundeführern, Rot Kreuz-Helfern und Schüler aus der Gemeinde die Suche aufgenommen. Strategisch und hoch professionell wurde die Suche strukturiert und eingeteilt.

Noch dazu gab es einen neuen Hinweis, nachdem Florian Sonntagfrüh um zirka 1.30 Uhr auf dem Heimweg vom Jugendzentrum von der Bildoberfläche verschwunden war. Sein Handy war Stunden später – genau um 7.08 Uhr nochmals eingeloggt und zwar auf einem Sender im nahen Großmeiseldorf. Die Suche wurde daher in diese Himmelsrichtung ausgeweitet. Gräben, Bäche, Äcker wurden mit Hunden und Einsatzkräften durchkämmt. Gegen Mittag gab es einen Hoffnungsschimmer: Eine Suchmannschaft fand einen Socken, eine andere blaue Handschuhe und eine andere Gruppe sogar eine Hose. Doch die Kleidungsstücke passen nicht zu dem Vermissten.

Unbegreiflich

Die örtliche Polizei lässt nichts unversucht. Neuerlich wurden mehrere Quadratkilometer vom Polizei-Hubschrauber aus mit der Wärmebildkamera abgeflogen. Dutzende Augenzeugen wurden und werden noch befragt. „Vielleicht ist er mit jemanden mitgefahren“, sagt ein Fahnder.

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Vermissten-Fall Florian Panholzer, Suche wurde am Montag fortgesetzt © Bild: Stefan Straka

Für die Jugendlichen im Ort ist das Vermissten-Rätsel schier unbegreiflich. „Es muss irgendetwas passiert sein“, sagt Gerhard Kraft.

Der Bruder von Florian hat dessen Computer und persönliche Sachen, sowie Facebook-Eintragungen auf versteckte Hinweise durchgesehen. „Nichts Auffälliges“, sagt der 22-Jährige.

Die Suche geht am Dienstag weiter - bei Bedarf auch wieder mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Jedes Haus und jeder Garten in der Gemeinde soll noch einmal unter die Lupe genommen werden. Mittlerweile hat sich auch die Kriminalpolizei eingeschaltet und mit Befragungen im Ort begonnen.

( Kurier ) Erstellt am 12.03.2013