5.800 Stunden Arbeit: Was die Musiker in Immendorf geschaffen haben

2022 sind die Mitglieder des Jugend-Musikvereins Wullersdorf in ihr erstes eigenes Probenlokal gezogen. Jetzt ist auch der moderne Probenraum fertig.
Musikheim Wullersdorf

Wenn die Mitglieder des Jugend-Musikvereins Wullersdorf in den vergangenen Jahren nicht gemeinsam musiziert haben, dann waren sie gemeinsam auf der Baustelle in Immendorf, um ihr neues Musikheim so zu gestalten, wie sie es wollen. Es waren mehr als 5.800 Arbeitsstunden, die die Musiker rund um Musikvereinsobmann Lukas Rohrer leisteten.

In Immendorf, einer Katastralgemeinde von Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn, wurde am Samstag kräftig gefeiert. Denn endlich war es soweit: Nach jahrelangem Baustelleneinsatz wurde das neue Musikerheim eröffnet. Das freut die Musiker deswegen so sehr, weil es ihr erstes eigenes Probenlokal ist. Seit der Verein im Jahr 1992 gegründet worden ist, fristeten die Mitglieder ein Nomadendasein und probten in den verschiedenen Schulen. 

Als altem Kindergarten wurde modernes Musikheim

Doch als am Ortsrand von Immendorf ein neuer Kindergarten gebaut wurde, stand das alte Gebäude zur Verfügung und der Gemeinderat entschied sich, es dem Jugend-Musikverein zu überlassen. Da musste natürlich jede Menge adaptiert werden. Es wurde umgebaut und ein großer Probenraum zugebaut. Gehämmert, gesägt, gespachtelt, gemauert, gestrichen und vieles mehr. Und das alles im laufenden Betrieb, denn eingezogen sind die Musiker bereits im Sommer 2022. Dann folgte der Spatenstich zum großen Probenraum.

Musikheim Wullersdorf

Musikheim Wullersdorf

Musikheim Wullersdorf

Musikheim Wullersdorf

Musikheim Wullersdorf

Darum sprach der Musikvereinsobmann am Samstag von einem "großen Tag für den Jugend-Musikverein“. Bürgermeister Richard Hogl (ÖVP) betonte, dass er sich in "dreierlei Hinsicht“ über die Eröffnung des neuen Musikheims freue: "Ich freue mich, dass es den Jugendmusikverein in dieser Form gibt, dass die Mitglieder so engagiert mitgearbeitet haben und dass die Landeshauptfrau hier ist. Durch deine Anwesenheit bringst du die Wertschätzung uns gegenüber zum Ausdruck."  

Musikerheim als positives Zeichen

Mikl-Leitner erinnerte an die aktuell herausfordernden Zeiten, in denen es wichtig sei, den Blick auf das Positive zu legen. Sie betonte, dass wir in einem Land leben, "das geprägt ist von lebens- und liebenswerten Gemeinden". Die beste Bestätigung dafür sei das Musikheim in Wullersdorf, "das von langer Hand geplant und gemeinsam möglich gemacht wurde".

Es sei auf jeden Fall mehr als ein Proberaum, mehr als ein Ort der Musik und des Zusammenkommens - es sei ein neues Zuhause für die Musik. "Wenn man hier in der Gemeinde unterwegs ist, spürt man, dass der Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche gelegt wird", so die Landeshauptfrau. 

Blasmusiker, als Vorbild für die Gesellschaft

"Vielen Dank an alle, die an das Projekt geglaubt, mitgearbeitet und es unterstützt haben. Ich freue mich auf viele gemeinsame Stunden in unserem Musikheim“, so Rohrer. NÖ Blasmusikverband-Landesobmann-Stellvertreter Gerhard Schnabl sprach über "Blasmusik als das schönste Hobby der Welt". Denn da werde miteinander geprobt, gespielt, marschiert, konzertiert, geredet und gefeiert. "Somit sind wir ein Vorbild für unsere Gesellschaft", ist er überzeugt, dass die Welt eine bessere wäre, wenn es überall so zugehen würde.

Schnabl betonte zudem die große Kraft, die hinter den ehrenamtlichen Musikerinnen und Musikern steht. Darum wurden zahlreiche am Bau beteiligte Musikerinnen und Musiker im Zuge der Eröffnungsfeier mit dem „Musikheim-Verdienstabzeichen“ in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet.

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