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Studieren kennenlernen mit Nattern, 3D-Drucker und Roboter

Zum 20. Mal können Kinder bei der Ferienaktion „Junge Uni“ am IMC Krems Hochschulluft schnuppern.
Eine Hand hält eine Echse über einem Tisch, während ein unscharfer Junge sie beobachtet.

Behutsam werden Johnny und Butter zwischen den Bankreihen weitergereicht. Während sich die kleinen Kornnattern noch um ausgestreckte Hände winden, wartet bereits das nächste Kind darauf, eines der beiden Reptilien entgegenzunehmen. 

Raphael Kollinger beobachtet, wie die Tiere im Klassenzimmer ihre Runde machen. Hin und wieder stellen die Jugendlichen dem Kursleiter Fragen. „Darf man Schlangen als Haustiere halten?“ „Wie alt sind sie?“ „Dürft ihr mit ihnen spielen?“ Kollingers Antworten: Ja. Vier und fünf. Nein.

Im Workshop „Den Dinos auf der Spur“ bietet der Nationalpark-Ranger von „Reptiles for Education“ den Kindern die Möglichkeit, Reptilien hautnah kennenzulernen, mehr über ihre Lebensweise, ihre Besonderheiten und ihre Rolle in der Natur zu erfahren. Der Kurs ist einer von zahlreichen Programmpunkten, die seit 13. Juli am Gelände des IMC Krems stattfinden. Bereits zum 20. Mal können Jugendliche im Alter von zehn bis 13 Jahren im Rahmen der „Jungen Uni“ Hochschulluft schnuppern und einen ersten Eindruck vom Forschen und Lernen an einer Hochschule gewinnen.

Neugierde wecken

260 Kinder nehmen heuer an dem Programm teil, wie Bianca Taller erzählt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Steinkellner organisiert die 25-Jährige das Ferienangebot. Das Programm ist vielfältig: Es werden Zellen und Bakterien untersucht, Lieder komponiert, Roboter gebaut, Sprachen vorgestellt und Spiele programmiert. Die Schwerpunkte der 28 Vorlesungen und 57 Workshops liegen in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Naturwissenschaften und orientieren sich damit an den Studienangeboten des IMC Krems. Viele der Vortragenden sind selbst an der Hochschule tätig.

Sechs Kinder mit Doktorhüten und türkisfarbenen Shirts stehen draußen vor einem modernen Gebäude.

Die Junge Uni endet alljährlich mit der feierlichen Sponsion.

„Das Ziel ist, die Interessen der Kinder zu fördern, ihre Neugier zu wecken und sie schon früh mit einer Hochschule in Kontakt zu bringen“, erklärt Taller den Hintergrund der Initiative. So sollen Barrieren abgebaut werden. Die Teilnehmenden können jeden Tag selbst entscheiden, an welchen Programmpunkten sie teilnehmen möchten.

Roboter upcyclen

Felixs Wahl ist an diesem Vormittag auf Raphael Kollingers Reptilien-Workshop gefallen. Die Gruppe hat bereits Schlangen gehalten und einen Steppenwaran gestreichelt. Für Felix ist es bereits das vierte Jahr an der Jungen Uni. 

Neben den Reptilien habe ihm besonders der Kurs „Upcycling-Roboter“ gefallen: „Da haben wir aus altem Müll Roboter gebaut.“ Das Angebot könne er empfehlen: „In den Workshops haben wir immer sehr unterschiedliche Themen behandelt und viel selbst ausprobieren können“, sagt er rückblickend über die Woche.

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