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„Hundespiel“-Eklat in Hort: Jetzt melden sich mehrere Eltern zu Wort

Die Aufregung um die angeblichen „Hundespiele“ in einem NÖ-Hort war groß. Doch Eltern zeichnen nun ein ganz anderes Bild der Geschehnisse.
hooks with towels of nursery children

Der KURIER-Bericht über angebliche „Hundespiele“ in einer Einrichtung für Nachmittagsbetreuung in der Landeshauptstadt sorgte für zahlreiche Reaktionen. Die Vorwürfe gegen einen Pädagogen sind massiv: Ein Vater meldete sich zu Wort und behauptete, dass Schnüre als Hundeleinen verwendet worden seien. Kinder sollten so tun, als würden sie wie Vierbeiner urinieren oder Kot absetzen.

Außerdem soll der Mann Kinder regelmäßig für bestimmte Positionen gelobt, sie an den Beinen, Zehen oder an der Brust gestreichelt und dabei als „braves Hündchen“ bezeichnet haben.

Die Stadt, für die der Pädagoge arbeitet, reagierte und informierte die Kinder- und Jugendhilfe. Auch die Staatsanwaltschaft St. Pölten befasste sich mit der Causa, sah aber von einem Ermittlungsverfahren ab. Seitens der Bildungsdirektion NÖ hieß es, dass der Mann an den Schulen nicht mehr zum Einsatz kommen werde.

Vorwürfe stammen nur von einer Familie.

Die Aufregung war also groß, doch in den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Eltern beim KURIER gemeldet. Sie zeichnen nun jedoch ein völlig anderes Bild der angeblichen Vorgänge, die sich in der Einrichtung zugetragen haben sollen. Grundtenor: Die Kinder hätten aus eigenem Antrieb „Hundespiele“ durchgeführt. Die besagten Vorwürfe würden zudem nur von einer Familie stammen.

„Meine Tochter hat gesagt, dass die Kinder das miteinander gespielt haben. Der Pädagoge hat gesagt, sie dürften sich nichts um den Hals binden, sondern – wenn überhaupt – nur um den Bauch. Sie hat nie gesehen, dass der Pädagoge in irgendeiner Weise mitgespielt hätte“, berichtet eine Mutter.

„Mein Sohn hat in diese Richtung auch nie etwas erwähnt und geht jetzt schon das dritte Jahr in den Hort. Auf die Nachfrage, ob dort jemand Hund spiele, hat er gemeint: ja, aber der Pädagoge spiele nicht mit. Und er mag den Pädagogen auch sehr gerne“, berichtet ein anderer Elternteil.

„Möchten uns für den Pädagogen einsetzen.“

Betont wird zudem, dass der Pädagoge allgemein sehr gute Arbeit geleistet habe. „Diese Erfahrungsberichte hier in der Gruppe decken sich eins zu eins mit den Erzählungen unseres Sohnes. Wir haben den Pädagogen als sehr vertrauenswürdigen, wertschätzenden und überaus bemühten Pädagogen erlebt, und er ist der Hauptgrund, warum unser Kind gerne in den Hort geht.“ Und weiter: „Uns ist wichtig zu betonen, dass wir den Pädagogen als verantwortungsbewusst erleben und wir uns daher auch gerne für ihn einsetzen möchten.“

Wie es in dem Fall nun weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Dem Vernehmen nach dürfte sich der Pädagoge nun rechtlichen Beistand nehmen, um die Vorwürfe ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.

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