Chronik | Niederösterreich
22.04.2018

Horn: Protein-Kick nach dem Krafttraining

Waldviertler Skistar Claudia Lösch genießt einen Einkehrschwung im Hotel-Restaurant Öhlknechthof

Sie zählt zu den schnellsten und erfolgreichsten Behindertensportlerinnen im alpinen Skiweltcup, die der österreichische Skiverband in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Claudia Lösch ist dreifache Gesamtweltcupsiegerin, achtfache Skiweltmeisterin, zweifache Paralympics-Siegerin und sechsfache Behindertensportlerin des Jahres. Für ihre Spitzenleistungen ist sie erst vor wenigen Tagen auch mit dem „Gläsernen Leopold“ vom Land Niederösterreich geehrt worden.

Was nur wenige wissen, die 29-Jährige ist gebürtige Waldviertlerin. Sie ist in Neupölla im Bezirk Zwettl aufgewachsen und lebt seit mehreren Jahren in Innsbruck.

Wenn es ums Essen geht, kann es für die Skifahrerin nicht langsam genug gehen. „Mein Freund und ich nehmen uns gerne viel Zeit, um zu kochen. Ich bin eine leidenschaftliche Köchin, die viel herumexperimentiert.“

„Steak mit Gemüse, Chili con Carne oder Saibling“, sagt die 29-Jährige, „ich stehe aber auch auf Sushi.“ Mit dieser kulinarischen Vorliebe hatte sie es bei den Paralympics in Südkorea recht leicht, das Richtige zu finden. „Herrlich war auch Bibimbap – eine südkoreanische Leibspeise mit Reis, Ei, Gemüse, Rindfleisch. Kulinarisch habe ich mich in Südkorea wie daheim gefühlt“, erzählt Lösch. Bei der Ernährung achtet sie darauf, nach dem Krafttraining genügend Eiweiß aufzunehmen. „Proteine sind für meine Muskeln ganz wichtig. Daher kommt bei mir oft Fisch oder Fleisch auf den Tisch“, sagt die Waldviertlerin, die seit einem Autounfall vor 24 Jahren querschnittgelähmt ist.

Wenn Lösch auf Heimaturlaub in Neupölla ist, darf ein Einkehrschwung im 19 Kilometer entfernten Hotel-Restaurant Öhlknechthof in Horn nicht fehlen. „Ich mag den schönen Innenhof und das moderne Ambiente. Hier ist es nicht extrem abgehoben und man bekommt gute Gerichte“, sagt die 29-Jährige, die sich diesmal für eine gebeizte Lachsforelle und ein Beef Tatare entscheidet.

Trendig und regional

Zwischen trendigem Interieur und alten Stadtmauern serviert das Personal regionale Köstlichkeiten. „Bei uns gibt es vor allem traditionelle Küche mit ideenreichen Akzenten“, sagt Küchenchef Walter Schießler. Dazu gehören Gerichte wie gebackener Karpfen mit Erdäpfel-Endivien-Salat, Kalbswienerschnitzel in Butterschmalz gebacken mit Petersilerdäpfel und gemischtem Salat oder Zwiebelrostbraten mit Erdäpfelpüree und knusprigen Zwiebelringen. „Während des Jahres achten wir auch auf saisonale Zutaten, die wir verarbeiten können wie Bärlauch, Spargel, Pilze oder Wild“, betont Schießler.

Damit der Geschmack unverwechselbar bleibt, bezieht er die Produkte aus der näheren Umgebung: „Unsere Bauern haben eine große Auswahl an ausgezeichneten Spezialitäten zu bieten“.