Hollabrunner Klinikstandort hat neues medizinisches Angebot
Hollabrunn hat nun eine interdisziplinäre Tages- und Wochenklinik, die von Wolfgang Winter (r.) interimistisch geleitet wird. Ernestine Petz (Mitte) hat die Stationsleitung des Pflegebereichs übernommen. Unterstützt werden sie von Christine Amon.
Am Klinikstandort Hollabrunn des Landesklinikum Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn wurde Anfang 2026 eine interdisziplinäre Tages- und Wochenklinik eröffnet. Ziel des neuen Angebots ist es, geplante operative Eingriffe effizient, qualitativ hochwertig und patientenorientiert durchzuführen.
Die interimistische ärztliche Leitung übernimmt Wolfgang Winter, die pflegerische Stationsleitung liegt bei Ernestine Petz. „Das neu implementierte Angebot der interdisziplinären Tages- und Wochenklinik umfasst derzeit die Fachdisziplinen Chirurgie, Gynäkologie bis hin zu Orthopädie und Traumatologie“, erklärt der interimistische Ärztlicher Direktor Rainer Ernstberger.
Tagesklinik für kleinere Eingriffe
In der Tagesklinik werden Patientinnen und Patienten mit geplanten kleineren Operationen behandelt. Dazu zählen unter anderem gynäkologische Eingriffe wie Curettagen (Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut) oder Hysteroskopien (Gebärmutterspiegelung), arthroskopische Eingriffe, Operationen bei Karpaltunnelsyndrom sowie Ringbandspaltungen bei „Schnappfinger“.
Nach dem Eingriff bleiben die Patientinnen und Patienten noch einige Stunden zur Beobachtung auf der Station und können am selben Tag nach Hause entlassen werden. Die notwendige Narkosefreigabe erfolgt bereits einige Tage vor der Operation ambulant in der Präanästhesie-Ambulanz, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.
Wochenklinik für komplexere Operationen
Die Wochenklinik richtet sich an Patientinnen und Patienten mit geplanten mittleren bis größeren Eingriffen, die einen stationären Aufenthalt von etwa drei bis fünf Tagen erfordern. Zum Angebot zählen unter anderem kleinere handchirurgische Eingriffe, die operative Versorgung von Hernien sowie laparoskopische Operationen im gynäkologischen Bereich.
Bevorzugt wird minimal-invasiv, also schlüssellochchirurgisch, operiert. Diese Methode ermöglicht bei gutem Allgemeinzustand eine frühzeitige Entlassung aus der stationären Pflege. Darüber hinaus werden auch Patientinnen und Patienten betreut, die beispielsweise Infusionstherapien benötigen oder nach einer Erstversorgung in der Ambulanz stationär beobachtet werden müssen.
Wie in der Tagesklinik erfolgen auch hier einige Tage vor dem Operationstermin eine ärztliche Begutachtung samt Narkoseaufklärungsgespräch.
„Unsere Tages- und Wochenklinik bietet die Möglichkeit einer operativen Versorgung unter der Prämisse bester medizinischer und pflegerischer Qualität und Sicherheit in Angenehmer Atmosphäre“, betont Winter.
Auch bei kurzen Aufenthalten sind strukturierte Abläufe vorgesehen. Notwendige Kontrolltermine erfolgen im niedergelassenen Bereich oder in einer Fachambulanz des Klinikums. Neben der medizinischen Versorgung umfasst das Angebot auch pflegerische Betreuung.
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