Hollabrunn gewinnt Top-Preis der österreichischen Abfallwirtschaft
Wurden mit dem Abfallwirtschaftspreis 2026 ausgezeichnet: Die BHAK Schülerinnen Franziska Halbwidl, Lisa Hochstöger und Julia Kiraly mit Abfallberaterin Conny Lachmann.
Zusammenfassung
- Der Abfallverband Hollabrunn wurde beim Abfallwirtschaftspreis „Phönix 2026“ als Gesamtsieger und in der Kategorie "Kommunikation" ausgezeichnet.
- Das prämierte Projekt "Spielerisch zum Recycling" nutzt Videoclips und eine digitale Schnitzeljagd, um Recyclingwissen interaktiv und zielgruppengerecht zu vermitteln.
- Die Initiative entstand in Zusammenarbeit mit Schülerinnen der BHAK Hollabrunn und soll umweltbewusstes Denken österreichweit stärken.
„Der Gemeindeverband für Abfallwirtschaft in Hollabrunn hat die größte Auszeichnung der österreichischen Abfallwirtschaft gewonnen“, sagt Angelika Büchler, Geschäftsführerin des Abfallverbands, voll Stolz. „Es ist wirklich etwas ganz Besonderes für uns.“
Der Hollabrunner Verband wurde beim diesjährigen Abfallwirtschaftspreis „Phönix 2026“ mit dem Hauptpreis in der Kategorie „Kommunikation“ sowie als Gesamtsieger ausgezeichnet und steht damit im Zentrum der österreichischen Abfallwirtschaft.
Auszeichnung für innovative Lösungen
Die Verleihung des renommierten Branchenpreises erfolgte im Rahmen der österreichischen Abfallwirtschaftstagung am Flughafen Wien-Schwechat. Der „Phönix“, der vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) gemeinsam mit dem Umweltministerium vergeben wird, zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für innovative und nachhaltige Lösungen in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft.
Der "Phönix 2026" zeichnet innovative und nachhaltige Lösungen in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft aus. Der Gesamtpreis ging an ein Projekt von Hollabrunner HAK-Schülerinnen.
Was war es nun, womit der Gemeindeverband Hollabrunn die Jury und das Publikum überzeugen konnte? Die Kampagne „Abfallverband Hollabrunn – Spielerisch zum Recycling“. Dieses Projekt wurde im Zuge einer Diplomarbeit von den Schülerinnen der BHAK Hollabrunn - Franziska Halbwidl, Lisa Hochstöger, Julia Kiraly und Laura Pucalka - eigenständig entwickelt und umgesetzt.
Spielerisch zu mehr Recycling-Wissen
Sie konzipierten fünf Videoclips, die sich mit dem richtigen Umgang von Elektrogeräten und Batterien beschäftigen - und zwar praxisnah und zielgruppengerecht. Die Filme wurden in einen interaktiven „Actionbound“ integriert, eine digitale Schnitzeljagd, die direkt am Smartphone gespielt wird. Fragen zu den Inhalten der Videos müssen beantwortet werden - so setzen sich die Zuseher spielerisch mit Recycling und Abfalltrennung auseinander.
Der Abfallwirtschaftspreis 2026.
Die Jugendlichen investierten zwei Jahre in dieses Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem Abfallverband Hollabrunn, besonders mit Abfallberaterin Conny Lachmann entstand. Sie hat das Team fachlich begleitet und ihre Expertise aus der kommunalen Abfallberatung eingebracht.
Umweltbewusstes Denken stärken
Damit wurde sichergestellt, dass die Inhalte des Videos den aktuellen rechtlichen Vorgaben sowie den praktischen Anforderungen der österreichischen Abfallwirtschaft entsprechen.
Ziel ist es, umweltbewusstes Denken nachhaltig zu stärken und das Projekt österreichweit bekannt zu machen. Die Promotion stellt daher einen wesentlichen Bestandteil der Diplomarbeit dar, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen.
- Der Abfallwirtschaftspreis „Phönix“ wird 2026 bereits zum 18. Mal verliehen und ist österreichweit eine bedeutende Plattform für zukunftsweisende Projekte in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft.
- Der „Phönix“ ist eine Initiative des Bundesministeriums Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbands (ÖWAV).
- Unterstützt wurde der „Phönix“ 2026 von der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, dem Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKO, der Kommunalkredit Public Consulting GmbH, den Ländern Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, dem Österreichischen Städtebund, dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) und der VÖA – Vereinigung öffentlicher Abfallwirtschaftsbetriebe.
Durch die Verbindung von Video, Interaktion und Gamification werde gezeigt, wie moderne Umweltbildung funktionieren kann. Dieser Aspekt gefällt Stefan Lang, dem Obmann des Abfallverbands, besonders: „Junge Menschen sind unsere Zukunft. Die Schülerinnen der HAK Hollabrunn haben mit großem Engagement bewiesen, dass auch Themen wie Abfallwirtschaft und Recycling begeistern können – vorausgesetzt, sie werden zeitgemäß und kreativ aufbereitet.“
Fachpublikum wählte Hollabrunner Projekt zum Sieger
Neben dem Sieg in der Kategorie „Kommunikation“ wurde der Verband erstmals zum Gesamtsieger gekürt, ermittelt durch ein Live-Online-Voting des Fachpublikums im Saal. Zahlreiche Projekte aus ganz Österreich wurden eingereicht und nach Innovationsgrad, Praxistauglichkeit und abfallwirtschaftlicher Relevanz bewertet.
Der „Phönix“ 2026 steht dabei ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft: Gesucht und ausgezeichnet werden Lösungen, die aktiv zur Ressourcenschonung, zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Abfallwirtschaft beitragen.
Mit dem ausgezeichneten Projekt unterstreicht der Gemeindeverband Hollabrunn die zentrale Rolle kommunaler Akteure bei der Transformation hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft und zeigt gleichzeitig, welches Potenzial in der Zusammenarbeit mit engagierten jungen Menschen steckt.
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