Hohenberg: "Ich will einfach nur helfen"

Heinz auer, äthiopien © Bild: Privat

Wie ein Pensionist Menschen in Äthiopien das Augenlicht rettet.

Dieses Land lässt ihn nicht mehr los: Als Heinz Auer vor eineinhalb Jahrzehnten erstmals nach Äthiopien reiste, war er hin- und hergerissen. Einerseits faszinierte ihn die Schönheit der Landschaft, andererseits machte ihn die Armut der Menschen tief betroffen. Auer entschloss sich zu helfen. Er kaufte im Dorf Jinka eine Lehmhütte, um Waisenkindern eine Bleibe geben zu können, außerdem half er mit, Brunnen zu graben, damit die Menschen Trinkwasser haben.

Auer, der in Hohenberg im Bezirk Lilienfeld wohnt, erzählte daheim von den Sorgen und Nöten der Menschen in Äthiopien. Er fand dadurch viele Unterstützer, die auch ihre Geldbörsen öffneten, um neue, wichtige Projekte zu finanzieren.

Zuletzt war der 73-Jährige im vergangenen Jänner auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs. Denn es gibt noch genug zu tun, wie Auer anmerkt.

Operationen

Seine ganzes Engagement investiert Auer derzeit in eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region. Dem Pensionisten fiel auf seinen Reisen auf, dass besonders viele Äthiopier an Augenkrankheiten leiden. Auer lernte in der Stadt Gondor einen Augenarzt kennen, der für ihn die Operationen durchführt.

"Damit konnten wir schon vielen das Augenlicht retten", erzählt der Hohenberger. Unlängst habe er eine Reportage gelesen, aus der hervorgehe, dass für mehr als 90 Millionen Menschen gerade einmal 120 Augenärzte zur Verfügung stehen würden. "Vor allem am Land ist die Situation katastrophal." Auer betont, dass eine Operation rund 90 Euro kosten würde. "Für sehr viele Menschen dort ist dieser Betrag nicht leistbar, in Europa aber schon." Deswegen hofft der 73-Jährige weiter auf Spender. Bisher konnte er schon mehr als 130 Menschen behandeln lassen.

Bald will Auer wieder die Koffer packen, um nach Äthiopien zu reisen. "In meinem Alter steckt man die Reisestrapazen natürlich nicht mehr so leicht weg. Aber ich will einfach weiter helfen", sagt er.

Wer Auer bei seinen Projekten in Afrika unterstützen will, kann dies unter der Kontonummer AT50324470000205 tun. "Ich verspreche, dass das Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird."

( kurier.at ) Erstellt am 13.03.2018