Chronik | Niederösterreich
30.10.2018

Himberg: Skelett bei Räumung in einem Abbruchhaus gefunden

Die menschlichen Überreste wurden in jenem Haus entdeckt, wo es vor drei Jahren zu einer Bluttat kam.

Gruseliger Fund am Montag in einem Abbruchhaus in Himberg im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Arbeiter entdeckten bei der Räumung ein menschliches Skelett und alarmierten umgehend die Polizei. Die schickte die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich los, um noch in den Abendstunden Spuren und Knochen zu sichern.

Ermittlern ist die Adresse und das Haus nicht unbekannt. Vor drei Jahren, im Oktober 2015, kam es hier zu einem Mord. Damals tötete ein 52-jähriger Ungar seine 46-jährige Lebensgefährtin. Die beiden hatten in Himberg  illegal gehaust und  mit Bettelei ihren Lebensunterhalt bestritten. Bis es  zu einem heftigen Streit zwischen den beiden kam, in dessen Verlauf der Mann zu einem Küchenmesser griff und zustach. Die Frau hatte keine Chance, sie verblutete noch am Tatort.  Der Täter konnte festgenommen werden und verbüßt derzeit eine lebenslange Haftstrafe.

Ob der Fund des Skelettes in irgendeinem Zusammenhang mit der Gewalttat im Jahr 2015 steckt, wird derzeit von Tatort-Experten nach einer ersten Begutachtung aber eher ausgeschlossen. „Die Knochen dürften zwischen zehn und 30 Jahre alt sein, ein Zusammenhang mit dem Mord ist also sehr unwahrscheinlich“, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich.
Nähere Erkenntnisse sollen nach der Obduktion vorliegen, die von der Staatsanwaltschaft Korneuburg in Auftrag gegeben wurde.  Wann diese durchgeführt wird, steht noch nicht fest.

Seitens  der Polizei wird betont, dass das komplett vermüllte Haus  immer wieder von Obdachlosen als Quartier genutzt wurde. Jetzt soll es dem Erdboden gleichgemacht werden.