Rot-Blau in NÖ? Die SPÖ verfolgt einen anderen Plan
SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich.
Für Gesprächsstoff innerhalb der Parteien und auch bei den Lesern sorgte der KURIER-Bericht über mögliche Koalitionsvarianten nach der Landtagswahl 2028 in NÖ.
Meinungsforscher Christoph Haselmayer (IFDD – Institut für Demoskopie und Datenanalyse) hatte berichtet, dass einige Umfragen eine Mandatsmehrheit von Blau-Rot ergeben würden.
Klar ist, dass alle Parteien die Wahl bereits im Fokus haben – und auch über die Zukunft nachdenken. „Die einzige Landespartei in einer Koalition mit der FPÖ ist die ÖVP. Für die SPÖ hat Landesparteivorsitzender Sven Hergovich den Kurs zuletzt klar vorgegeben: “Nach der Wahl 2028 streben wir eine Rückkehr zur sozialpartnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der ÖVP an„, betont SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander.
Schwieriges Comeback
Dazu muss man wissen, dass ein schwarz-rotes Comeback im größten Bundesland denkbar, aber schwierig ist. Denn bei den letzten Koalitionsverhandlungen kam es zum Bruch zwischen ÖVP und SPÖ.
Hergovich sagte damals, er würde sich eher die Hand abhacken, als ein Abkommen mit der ÖVP zu unterschreiben, bei dem nicht alle SPÖ-Forderungen erfüllt seien. Die ÖVP ließ daraufhin die Gespräche platzen und ging eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen ein.
Allerdings, so meinen Politbeobachter, solle man dem Vergangenen nicht allzu viel Bedeutung beimessen. “Die FPÖ hat im Wahlkampf 2017 Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner als ,Moslem-Mama“ bezeichnet, trotzdem einigte man sich später auf ein Arbeitsprogramm.„
“Vorkoalitions-Geplänkel„
Die FPÖ will sich an Spekulationen unterdessen nicht beteiligen: “Es mag die anderen Parteien überraschen, aber für uns ist jetzt die Zeit der Arbeit. Wir erarbeiten in der Landesregierung Lösungen für die Themen der Menschen, jahrelanges Vorkoalitions-Geplänkel und Meinungsforscher-Szenarien gehören da nicht dazu. Sie unterhalten ein paar Journalisten, aber sie machen das Land nicht sicherer, sie sichern keine Arbeitsplätze und schaffen keine Wertschöpfung„, sagt Landesgeschäftsführer Alexander Murlasits.
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