Hauch von Cordoba: Kickende Parlamentarier lehrten Deutschland das Fürchten

Eine Fußballmannschaft steht mit verschränkten Armen im Kreis auf einem grünen Rasen.
4:0 Prestigesieg der Österreicher gegen die Lieblingsnachbarn. Finnland sicherte sich den Titel bei der Parlamentarier-Fußball-EM.

Die gute Nachricht zuerst: Politiker aller Couleur und verschiedener Länder standen sich zwei Tage lang bei der 50. Internationalen Parlamentarier-Fußball-EM im Wiener Neustädter Stadion auf dem Rasen gegenüber und es gab keine bösen Scharmützel oder Verletzte. Anders als in der Politik zogen ausnahmsweise alle Teilnehmer an einem Strang.

Finnland sicherte sich am Samstag mit einem 4:0-Sieg im letzten Spiel gegen die Schweiz den Titel beim internationalen Turnier. Gastgeber Österreich darf sich über den 2. Platz und Vize-Europameistertitel vor der Schweiz und Deutschland freuen.

Österreichs Mannschaft um Kapitän Andreas Hanger (VP) feierte im letzten Spiel übrigens einen 4:0-Prestigeerfolg. Dabei liefen die Deutschen mit niemand geringerem als Star-Trainer Felix Magath auf dem Rasen auf. Magath wurde als Spieler Europameister, Vizeweltmeister und gleich drei Mal Deutscher Meister, zudem gewann er zwei Europapokale. In seiner Karriere als Trainer gewann er unter anderem dreimal die deutsche Meisterschaft.

Eine Gruppe von Fußballspielern steht auf einem grünen Rasenplatz.

Fußballspieler auf einem grünen Rasenplatz während eines Spiels.

Fußballspieler verschiedener Nationalitäten bilden einen Kreis auf dem Spielfeld.

Eine Gruppe von Personen in Deutschland-Trikots steht um eine Person im Hemd.

Zwei Männer in Anzügen stehen vor einem Fußballfeld.

Bester Torschütze des Turniers für Österreich war der Burgenländer Max Köllner (SP) mit drei Treffern. Für ÖVP-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka war es schön zu sehen, "wie der Fußball die Spieler über alle Parteigrenzen hinweg verbindet. Neben dem sportlichen Wettkampf zeichnet dieses Turnier vor allem aus, dass der Austausch zwischen den Parlamentariern gepflegt wird und auch in politisch herausfordernden Zeiten nicht zu kurz kommt."

Fußballspieler des FC Bundestag umarmen sich auf dem Spielfeld.

Mit dem zweiten Platz der Österreicher war auch die bittere Niederlage von Freitag gegen die Finnen vergessen. Die Gastgeber führten zwar rasch durch Tore von Rouven Ertlschweiger, Ex-Abgeordneter und nun Sprecher von Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka, und den Illmitzer SPÖ-Mandatar und Bürgermeister Maximilian Köllner, verloren aber dennoch mit 2:3. Dafür konnten die Schweizer 2:0 geschlagen werden. Freitagabend wurde beim Heurigen im burgenländischen Neudörfl zusammen gegessen und gefeiert, Samstagabend stand zum Abschluss ein Besuch im Parlamentsgebäude und die Siegerehrung samt Galaabend in der Säulenhalle auf dem Programm.

Das 51. Turnier wird nächstes Jahr übrigens in der Schweiz stattfinden. 

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