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Neue Labore am ISTA: Der Grundstein ist gelegt

Am Montag wurde am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg der Grundstein für drei neue Laborgebäude gelegt. Das Gebäude wird Platz für weitere 30 Forschungsgruppen bieten.
Vier Personen im Anzug halten gemeinsam eine silberne Röhre vor einer Baustelle und lächeln in die Kamera.

Bislang war es eine riesige Baugrube, jetzt wurde offiziell der Grundstein gelegt: Das Lab7, das bis 2028 am nördlichen Teil des Campus entsteht, soll Platz für weitere Forschungsgruppen bieten.

Die drei Neubauten des Lab7 umfassen über 25.000 Quadratmeter Nutzfläche und werden Platz für etwa 30 Forschungsgruppen sowie weitere gemeinsam genutzte Labore und Gemeinschaftsräume bieten. In zwei weiteren Bauphasen werden bis 2031 zwei weitere Gebäude (25.000 Quadratmeter) und bis 2034 nochmals drei Gebäude (10.000 Quadratmeter) gebaut. Alle Gebäude dieser drei Bauphasen werden sich entlang einer neuen Campus Plaza im nördlichen Teil des Geländes erstrecken.

„Freiheit von Wissenschaft und Forschung ist garantiert“

„So ein Wachstum braucht Bautätigkeit“, bedankte sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei den Expertinnen und Experten und wünschte den Handwerkern „gutes Gelingen“. Pernkopf gab dem ISTA mit auf den Weg, dass die „Freiheit von Wissenschaft und Forschung garantiert ist.“

Barbara Weitgruber, Sektionschefin für Wissenschaftliche Forschung und Internationale Angelegenheiten im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, sagte, dass das Lab7 ein „wichtiger Meilenstein“ und „ein Schritt Richtung 150 Forschungsgruppen bis 2036“ sei. In Zeiten knapper Budgets sei eine gesicherte Finanzierung „ein Zeichen dafür, dass die Bundesregierung gemeinsam mit dem Land Niederösterreich auf Exzellenz setzt.“

Hetzer: Fragestellungen interdisziplinär erforschen

ISTA-Präsident Martin Hetzer bezeichnete das Lab7 ebenso als einen „Meilenstein in der Entwicklung“, um das Ziel von 150 Forschungsgruppen zu erreichen - 95 sind es derzeit. Damit werde ermöglicht, „größere Fragestellungen, die unsere Gesellschaft betreffen, interdisziplinär zu erforschen“, führte Hetzer aus, dass man durch diese drei neuen Gebäude Platz habe, weiterhin internationale Talente hierher zu bringen.

Gesamtpaket mit Kindergarten und Health Center

ISTA Managing Director Georg Schneider: „Wir ziehen Menschen aus der ganzen Welt an.“ Und weil am ISTA viele Menschen aus dem Ausland seien, sei auch Betreuung sehr wichtig, führte Schneider aus, dass es im Lab7 neben einer Cafeteria und einem Learning Center auch ein Health Center geben werde. Er sprach auch den ISTA Kindergarten an und betonte, dass es wichtig sei, ein Gesamtpaket anzubieten.

Über 2.000 Mitarbeitende bis 2036

Pernkopf sprach von einer logischen Weiterentwicklung am ISTA, erinnerte aber auch daran, dass es „damals eine schwer hinterfragte Entscheidung“ gewesen sei. „Heute – 20 Jahre später – können wir sagen, es ist ein großer Erfolg geworden.“

Das ISTA sei weltweit führend. Pernkopf sprach auch die Verlässlichkeit seitens der Politik an und, dass durch den 15a-Vertrag mit dem Bund die Finanzierung gesichert sei. 2009 habe man mit knapp 40 Mitarbeitenden begonnen, jetzt sind es über 1.300 und bis 2036 sollen es über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt sein.

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