Die Feuerwehr im Löscheinsatz in Zeillern.

© Wolfgang Atzenhofer

Bezirk Amstetten
04/01/2014

Großbrand bei Hubschrauberfirma

Einsatzkräfte sprechen von "extrem hohem Sachschaden". Brand beim Betanken ausgelöst.

Bei einem ArrowCopter-Hersteller in Zeillern (Bezirk Amstetten) ist am Montagvormittag ein Großbrand ausgebrochen. Betroffen waren nach Angaben der Feuerwehr zwei Hallen des Unternehmens. Etwa 110 Mann rückten zum Löscheinsatz aus. Das Feuer war nach einem massiven Löschangriff mit Schaum am frühen Nachmittag unter Kontrolle, berichtete Philipp Gutlederer vom Bezirkfeuerwehrkommando Amstetten. Weil es aber noch zahlreiche Glutnester gab, ging der Sprecher von Nachlöscharbeiten bis in die Abendstunden aus. Es sei "extrem hoher Sachschaden" entstanden.

Laut Gutlederer könnte der Brand von einem der Kleinhubschrauber (ArrowCopter) ausgegangen sein. Eine der Maschinen in der Halle ist demnach komplett vernichtet worden. Mehrere weitere Fluggeräte seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Zwölf Mitarbeiter des Unternehmens retteten sich unverletzt.

Die Feuerwehr legte bei der Bekämpfung der Flammen auch eine kilometerlange Löschleitung von einem Teich, so Gutlederer. Die von dem Brand betroffene Halle bezeichnete der Sprecher als erheblich beschädigt.

Der ArrowCopter des niederösterreichischen Unternehmens definiert sich als "Tragschrauber". Bei dem Produkt handelt es sich um ein Fluggerät, das in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber ähnelt.

Update: Wie am Dienstagnachmittag bekannt wurde, dürfte der Brand beim Betanken eines Mini-Helikopters ausgelöst worden sein. Das in der Werkstatt vorhandene Benzin-Luftgemisch habe sich über eine statische Ladung des Bodens entzündet, hieß es vom Landeskriminalamt NÖ. Ermittelt werde nun wegen einer "eventuellen Fahrlässigkeit", die zum Vorfall geführt haben könnte. Eine "grundsätzliche Brandstiftung" sei aber auszuschließen.