© Kevin Kada

Chronik Niederösterreich
10/18/2019

Greißler in Zellerndorf als einsamer Kämpfer

Die Unternehmerin Gisela Nödl macht Motto „Fahr nicht fort, kauf im Ort“ zur Geschäftsidee

von Kevin Kada

Fünf Jahre ist es nun her, seit Gisela Nödl den Entschluss gefasst hat, ihren Weg in der Selbstständigkeit zu suchen. Die heute 56-Jährige aus Zellerndorf (Bezirk Hollabrunn) war 23 Jahre in der Filiale einer Drogerie-Kette in Retz beschäftigt.

Idee geboren

Nachdem die Kette in Konkurs ging wollte die Zellerndorferin ein eigenes Geschäft mit ähnlichem Konzept in ihrem Heimatort aufbauen. Daraus wurde „Gisis bunter Laden“ auf der Zellerndorfer Hauptstraße. Was mit Drogerie-Artikel, Spielzeug und Werkzeug begann wuchs über die Jahre zu einem waschechten Greißler heran. „Bei uns im Ort gab es ein Lebensmittelgeschäft, was dann zusperren musste. Daraufhin haben die alten Besitzer gemeint, ich soll doch auch Lebensmittel anbieten“, erzählt Nödl.

Gesagt, getan und nun stehen, in dem ehemals leer stehenden Gemeindegebäude, nicht nur Hammer, Spielzeug und Schulsachen, sondern eben auch eine Wurst- und eine Gebäcktheke sowie ein Kühlregal. Zusätzlich wollte Nödl ihren Kunden einen Mehrwert anbieten, weswegen sie schnell mit Bastelkursen im Advent oder zu Ostern begann. „Das mache ich auch heute noch. Ich biete die Produkte nicht nur an, sondern die Leute können bei mir auch gleich lernen, wie man beispielsweise einen Adventkranz bastelt.“

Persönliche Betreuung

Dass „Gisis bunter Laden“ überhaupt seinen fünften Geburtstag erreicht, daran hatte Nödl zu Beginn ein paar Zweifel: „Es war schwer, aber mit der Zeit haben die Menschen mein Angebot angenommen.“

Schwer war es auch, weil nur ein paar Meter weiter ein weiteres Lebensmittelgeschäft einer österreichischen Kette zu Hause ist. Nödl punktet allerdings mit regionalen Produkten und vor allem Kundenbetreuung: „Es gibt viele, die das zu schätzen wissen. Hinzu kommt, dass die Menschen mir sagen können was sie brauchen oder wollen und ich mein Sortiment anpassen kann.“

Mittlerweile ist Nödl nicht mehr alleine. Sie hat zwei Teilzeit-Angestellte, die sie unterstützen. Das bedeutet, dass das Geschäft funktioniert. Bis zur Pension dauert es für Nödl nicht mehr lang, aber: „Es macht mir Spaß, also kann es gut sein, dass ich weiter mache.“

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