Gmünd: Neuer Nahversorger eröffnet im März

Am Stadtplatz in Gmünd entsteht anstelle der früheren Billa-Filiale ein „Nah&Frisch“-Markt. Der Betreiber ist der Hauseigentümer.

Für die Bewohner der Innenstadt in Gmünd hat die Zeit  ohne Nahversorger ein Ablaufdatum. Ende März eröffnet am Stadtplatz anstelle der geschlossenen Billa-Filiale  ein "Nah&Frisch"-Markt, mit dem die Nahversorgungslücke im Zentrum wieder geschlossen werden soll. Damit sorgt der Hausbesitzer Franz Pilz höchstpersönlich für einen  erfreulichen Abschluss in der Diskussion um die Schließung des einzigen Supermarkts in der City.

Wie berichtet, war Pilz mit einer Entscheidung in die Kritik geraten und trägt eine Mitschuld daran, dass die Verhandlungen um den  Fortbestand der Billa-Filiale am Stadtplatz gescheitert sind. Der Hauseigentümer wollte einen Mietvertrag auf die Dauer von zehn Jahren abschließen, was der zuständige Rewe-Konzern nicht akzeptierte. Pilz beharrte darauf, den Standort langfristig absichern zu wollen. Nach mehreren Wochen ohne City-Supermarkt ist ein Happy-End in Sicht.

"Ich gebe den Gmündern ihren Nahversorger zurück", erklärt Franz Pilz. Er wird selbst Geschäftsführer eines "Nah&Frisch"-Marktes, den er am 30. März eröffnen will. Die Leitung legt Pilz in die Hände des erfahrenen Filialleiters  Hermann Anderl. Mit der Firmengruppe Kastner aus Zwettl habe Pilz, wie er sagt, auch einen kompetenten Partner zur Seite, der ihm nicht nur das Warensortiment, sondern auch das nötige Know-How liefert. "Ohne deren Hilfe wäre die Eröffnung für mich als Branchenfremden  nicht möglich", erklärt Pilz, der Großes vor hat. Geplant ist eine Supermarkt-Filiale mit einer Gesamtfläche von zirka 380 Quadratmetern, in der ein Vollsortiment inklusive Feinkost-Abteilung und ofenfrischem Gebäck angeboten wird.

Einrichtung

Warum der Markt erst Ende März eröffnet wird, hat mit dem Vormieter zu tun. "Nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem Rewe-Konzern ist der Billa-Markt komplett ausgeräumt worden", schildert Pilz. Für die neue Filiale müsse das Geschäft erst wieder entsprechend möbliert werden. "Dann liegt es an den Bewohnern selbst, dafür zu sorgen, dass ihr Nahversorger möglichst lange bestehen bleibt", hofft Pilz.

( Kurier ) Erstellt am 03.02.2012