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Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Gföhl: Frieden um Tempel eingekehrt

Das größte buddhistische Friedensdenkmal Europas soll nun doch im Waldviertel entstehen, Auf einem neuen Grundstück.

von Jürgen Zahrl

Die Chance schien bereits vertan - neben Stift Göttweig und Melk ein weiteres, spirituelles Zentrum nahe der Wachau zu werden. Wie berichtet, zog eine Wiener Stiftung ihre Pläne zurück, in Gföhl das größte buddhistische Friedensdenkmal Europas, einen Stupa, zu errichten. Der Grund: Ein Anrainer hatte ihr das ausgewählte Areal kurzerhand weggekauft. Seit Freitagabend stehen die Zeichen aber wieder auf Grün. In einer Sondersitzung erfuhren die Gemeinderäte von der Stiftung, dass in Gföhl ein alternatives Grundstück gefunden und dieses bereits gekauft wurde, was großteils für Erleichterung sorgte.
"Wir freuen uns über den positiven Ausgang", schildert Bürgermeister Karl Simlinger (VP). Aus gutem Grund. Er hofft, dass das geplante, 30 Meter hohe Friedensdenkmal viele Gäste aus dem In-und Ausland in seinen Ort lockt. Für den Bau der Stupa konnte ein Grundstück - nahe der B37, östlich von Gföhl - gefunden werden, wo die Anrainer damit leben können.

Turbulent

Doch so rosig die Situation nun klingt, so turbulent ging es im Vorfeld zu. Die Lotos-Lindmayer-Privatstiftung wandte sich zunächst mit der Bitte an Stadtchef Simlinger, bei der Grundstückssuche zu helfen. Der stellte den Kontakt zu einem Grundstücksbesitzer her. Ein Anrainer bekam aber davon Wind, sah eine Lageskizze des großen Bauwerks und handelte. Er kaufte die zwei Hektar blitzartig, um sich Unruhe durch Religionstourismus zu ersparen. Verloren schien sowohl die Chance auf die Investition von einer Million Euro als auch auf 5000 Gäste jährlich. "Wäre gleich offen über das Projekt gesprochen worden, hätten wir uns Ärger erspart", sagt SP-Stadtrat Günter Steindl. Im nächsten Schritt muss die Gemeinde das gekaufte Areal in Sondergebiet umwidmen, was wohl keine Hürde mehr bedeutet.

Nach dem Winter soll mit dem Bau begonnen werden. Geplant ist neben dem begehbaren Stupa, ein 600 Quadratmeter großes Gebäude, in dem Meditationsräume und sieben Wohneinheiten bereit stehen werden. Außerdem sollen Pkw-Abstellplätze, eine Parkanlage und ein kleiner Shop entstehen. Im Dezember 2012 ist die Eröffnung geplant.

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