"Ein Ort am Wort": Das denken die Weinviertler über den Gesundheitsplan
Das Weinviertel ist jene Region in Niederösterreich, die im Zuge des Gesundheitsplans 2040+ die größten Einschnitte erlebt: Die drei Landeskliniken Hollabrunn, Stockerau und Korneuburg werden in einem Spital – dem Weinviertel-Klinikum Süd – zusammengefasst.
Als Standort für das neue Krankenhaus wurde Stockerau gewählt. Das Landesklinikum Mistelbach bleibt erhalten, wird aber künftig als Weinviertel-Klinikum Nord geführt werden. Außerdem sollen die Notarztstützpunkte in Retz und Groß-Enzersdorf aufgelassen werden.
Entscheidungen, die in der Bevölkerung für Kritik sorgen. Sowohl in Mistelbach, wo man den Verlust von medizinischen Angeboten fürchtet, als auch in Hollabrunn, wo vor Kurzem eine Petition gestartet wurde, um an der Standortwahl für das neue Klinikum zu rütteln.
Auch die Landes-Grünen stellen den Standort Stockerau infrage, immerhin habe es in dem Gebiet bereits Hochwässer gegeben. In Retz hat sich eine Initiative gegen die Schließung des Notarztstützpunktes formiert, die um die Versorgung in der Region kämpfen will – auch angesichts dessen, dass die Fahrt nach Stockerau weit ist.
Deswegen diskutierten der ORF und der KURIER im Rahmen des Formats „Ein Ort am Wort“ am Donnerstagabend im Retzerlandhof in Zellerndorf.
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