St. Pöltner Fundamt räumt Lager leer – mit geheimnisvollen Boxen
Die Aktion startet ab 18. Mai.
Nach verlorenen Schlüsseln, Handys oder Geldbörsen fragt man beim Fundamt nach – doch viele Gegenstände werden niemals abgeholt. In St. Pölten will man dafür nun eine neue Lösung gefunden haben: Ab Mitte Mai verkauft die Stadt sogenannte „Surprise Fundboxen“ mit nicht abgeholten Fundsachen.
Allein 2025 wurden beim Fundamt 4.438 Gegenstände registriert. Zwar konnten laut Stadt rund 45 Prozent an ihre Besitzer zurückgegeben werden, tausende Objekte bleiben aber übrig. Nach Ablauf der gesetzlichen Frist gehen diese in den Besitz der Stadt über.
Ab 18. Mai sollen diese Fundstücke nun in Überraschungsboxen weiterverkauft werden. Die versiegelten Pakete werden in drei Größen angeboten und kosten zwischen 20 und 100 Euro. Laut Stadt soll der Inhalt jeweils mindestens den doppelten Warenwert des Kaufpreises haben. Der Verkauf erfolgt montags bis donnerstags von 8 bis 15 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr (ausgenommen Feiertage).
„Golden Tickets“ können gekauft werden
Was sich genau in den Boxen befindet, erfahren Käufer erst nach dem Öffnen. Möglich seien etwa Kleidung, Modeschmuck, Freizeitartikel oder Alltagsgegenstände. In einzelnen Fällen könnten auch „Golden Tickets“ enthalten sein, die zu größeren Fundstücken wie Fahrrädern oder E-Scootern berechtigen.
Die Zusammenstellung erfolgt laut Stadt durch Mitarbeiter des Fundamts nach dem Vier-Augen-Prinzip. Nicht mehr brauchbare Gegenstände würden vorab aussortiert. Verkauft werden die Boxen ausschließlich direkt im Rathaus und nur an Privatpersonen. Pro Person dürfen maximal vier Boxen pro Quartal gekauft werden.
Mit dem Projekt wolle die Stadt Lagerbestände reduzieren und gleichzeitig die Wiederverwertung fördern, heißt es. Das Geld fließt in die Stadtkasse.
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