Land lobt 8,5 Millionen Euro für beste Forschungsideen aus
Niederösterreich will sich einen Nobelpreis holen. Daran lässt ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner keinen Zweifel – ganz gleich, wie oft dieses Ziel belächelt oder als leeres Versprechen abgetan wird.
Doch auch wenn die Preisträgerinnen und Preisträger in 20 Jahren nicht aus dem Bundesland stammen sollten, hat das Land bereits kräftig in den Ausbau der Forschungsmöglichkeiten investiert. Und nach einem einstimmigen Beschluss der Landesregierung werden 2026 erneut Gelder für die Wissenschaft zur Verfügung gestellt.
Insgesamt nimmt das Land 8,5 Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte in die Hand. Diese werden über sogenannte Calls, also Ausschreibungen, vergeben. Dabei werden mehrere Schwerpunkte gesetzt; den größten Anteil, zwei Millionen Euro, will man in die Förderung von Dissertationen an Hochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen stecken. Das Ziel: Der wissenschaftliche Nachwuchs soll gefördert werden.
Weitere 1,8 Millionen werden in wissenschaftliche Gerätschaften und Einrichtungen investiert. In der Vergangenheit nutzte beispielsweise die University of Applied Sciences in St. Pölten ihre Chance, mit den Mitteln des Landes wurde ein KI-Labor mit Hochleistungscomputern eingerichtet. So konnte die Forschung in diesem Bereich ausgebaut und gesichert werden.
Grundlage für Wertschöpfung
Eine der wichtigsten Triebfedern des Landes ist es, durch die Förderung der Wissenschaft auch die Wirtschaft zu unterstützen. Dementsprechend fließen satte 1,8 Millionen Euro in den Bereich der angewandten Forschung, sprich in Projekte, bei denen es eine Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen gibt.
„Forschung ist kein Kostenfaktor, sondern die Grundlage für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und gesellschaftliche Entwicklung. Ziel all dieser Forschungsprojekte muss es sein, das Leben wieder leichter und das Zusammenleben besser zu machen“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Gefördert werden Forschungsvorhaben, die die Bereiche Digitalisierung, intelligente Produktion und Materialien betreffen.
Bei Citizen-Science-Projekten, an denen Bürgerinnen und Bürger aktiv mitarbeiten können, werden die Themenfelder Umwelt, Klima und Ressourcen sowie Gesundheit und Ernährung forciert. Außerdem werden Grundlagenforschungsprojekte im Bereich Gesellschaft und Kultur mit insgesamt 1,8 Millionen Euro unterstützt.
„Unsere Fördercalls sind ein Wettbewerb um die besten Ideen. Die innovativsten Projekte erhalten den Zuschlag und werden unser Land weiter an die Spitze bringen“, so Pernkopf.
Kommentare