© Jürgen Zahrl

Krems
03/25/2014

Flugretter sollen bis Jahresende übersiedeln

Neuer Stützpunkt in Gneixendorf wird nur gebaut, wenn ÖAMTC Ausschreibung des Landes gewinnt.

von Jürgen Zahrl

Bisher gab es nur Überlegungen. Weil das Portier-Gebäude auf dem Areal des Landeskrankenhauses Krems in absehbarer Zeit abgerissen werden soll, sind die ÖAMTC-Flugretter auf der Suche nach einem neuen Standort. Jetzt werden die Übersiedlungspläne konkret. Die Crew des Rettungshubschraubers "Christophorus 2" soll ab Jahresende auf dem Gelände des Flugplatzes Krems-Gneixendorf starten und landen.

Letztes Hindernis: Solange nicht klar ist, wer die Neuausschreibung des Landes für die Flugrettungsdienste in NÖ gewinnt, wollen die Verantwortlichen der ÖAMTC-Rettungshubschrauber keinen Cent in einen neuen Stützpunkt investieren.

Trotzdem werden im Hintergrund schon alle Vorbereitungen getroffen. Mittlerweile sind die Kooperationsvereinbarungen zwischen Stadt Krems, ÖAMTC und "Fliegerclub USFC Krems-Gneixendorf" unterschrieben. Schon in zwei Wochen folgen im Zuge des behördlichen Bewilligungsverfahrens mündliche Verhandlungen, die notwendig sind, um eine Zivilflugplatz-Genehmigung zu erteilen. Die ist Grundvoraussetzung dafür, dass der ÖAMTC-Flugrettungsverein auf dem Gelände einen neuen Landeplatz, Hubschrauber-Hangar, ein Verwaltungsgebäude und eine Betankungsanlage bauen darf. Um genügend Platz für Sicherheitsabstände zu schaffen, müssen zusätzlich die Zufahrtsstraße und der Rollweg für Flugzeuge zum Teil verlegt werden.

Abwarten

"Wenn wir die Ausschreibung des Landes gewinnen, wird der Stützpunkt errichtet. Und wenn nicht, ist der Neubau obsolet", sagt Ralf Schüller, Sprecher der ÖAMTC-Flugrettung. Die Worte von Gert Kuntner, Obmann des Fliegerclubs, klingen wesentlich zuversichtlicher: "Ich kann dem Verfahren nicht vorgreifen. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass der ÖAMTC den Zuschlag bekommen wird."

Fest steht. Wenn der Rettungshubschrauber nach Gneixendorf übersiedelt, werden sowohl die Spitalspatienten als auch Anrainer in Krems Änderungen spüren. Weil nur mehr ein Drittel der 1200 Starts und Landungen pro Jahr das Kremser Spital betreffen, wird der Lärm pegel enorm abnehmen: "Und wir brauchen nicht mehr Rücksicht nehmen, wenn wir unsere Motoren testen", erklärt Chefpilot Paul Brunner.

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