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Jagdkommando-Baustelle in NÖ gibt Kriegsgeheimnis frei

Beim Umbau der Flugfeld-Kaserne fanden Arbeiter die Überreste eines Transportflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch ein weiterer Fund sorgt für Aufsehen.
Flugzeug

Es ist derzeit eines der größten Infrastrukturprojekte, die das Bundesheer umsetzt: die Modernisierung der Flugfeld-Kaserne in Wiener Neustadt. Rund 350 Millionen Euro werden investiert, damit dem Jagdkommando, der Eliteeinheit des Bundesheeres, künftig eine moderne Infrastruktur zur Verfügung steht.

Bei Grabungsarbeiten sind nun Spuren der Vergangenheit aufgetaucht. Wie der KURIER erfuhr, entdeckten Arbeiter auf dem Gelände der Flugfeld-Kaserne die Überreste einer Ju 52. Das deutsche Transportflugzeug mit einer Spannweite von rund 29 Metern zählt zu den bekanntesten Maschinen der Luftfahrtgeschichte.

Während des Zweiten Weltkriegs nutzte die deutsche Luftwaffe die Ju 52 als Transportflugzeug für Soldaten, Nachschub und Verwundete sowie für Fallschirmjägereinsätze. Bekannt wurde sie unter anderem beim Angriff auf Kreta im Jahr 1941 und während der Luftbrücke nach Stalingrad.

Großes Interesse an dem Fund zeigte auch Militärkommandant Georg Härtinger. „Es sind einige Teile gefunden worden. Daraus zusammensetzen lässt sich die Maschine aber leider nicht mehr“, sagte er. Damit wird die Ju 52, die entweder über Wiener Neustadt abgeschossen wurde oder infolge eines technischen Defekts abstürzte, wohl kein Fall für ein Museum.

Frühmittelalterliche Bestattungen

Doch nicht nur in Wiener Neustadt wurde man fündig: Bei einer routinemäßigen Kampfmittelsuche auf dem Truppenübungsplatz Großmittel ist das Bundesheer auf einen archäologischen Fund gestoßen. Nahe der Ortschaft Haschendorf in der Gemeinde Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt) wurden drei frühmittelalterliche Bestattungen freigelegt.

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Interessante Funde am Truppenübungsplatz Großmittel.

Die Soldaten entdeckten dabei menschliche Überreste sowie mehrere Grabbeigaben: zwei Schwerter – eines davon nur mehr fragmentarisch erhalten –, eine Lanzenspitze und einen Schildbuckel. Die Arbeiten wurden daraufhin sofort eingestellt und das Bundesdenkmalamt verständigt.

Archäologinnen und Archäologen des Amtes für Rüstung und Wehrtechnik legten die Fundstelle frei und stellten bei ersten Untersuchungen fest, dass die drei Skelette aus dem ersten Jahrtausend nach Christus stammen.

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Knochen werden nun analysiert.

Eine genauere Datierung sowie Erkenntnisse über die Herkunft oder Identität der Bestatteten sollen erst weitere wissenschaftliche Untersuchungen liefern. Die geborgenen Funde werden nun vom Bundesdenkmalamt konserviert, restauriert und wissenschaftlich untersucht.

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